Börse Frankfurt
Dax schließt erneut deutlich höher

Der Dax steigt und steigt. Auch ohne die Unterstützung der New Yorker Wall Street schließt der deutsche Leitindex erneut im Plus. Die 7.000er-Marke kommt immer näher. Gefragt sind vor allem die Zykliker – Stahlkocher oder Handelskonzern Metro.
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FRANKFURT. Bundesbankchef Axel Weber hat den deutschen Aktienmarkt am Donnerstag aus seiner Feiertagsruhe gerissen. Der Dax schloss 0,8 Prozent höher bei 6879 Zählern, nachdem er bis zum Nachmittag weitgehend um seinen Vortagesschluss pendelte. "Weber hat mit Aussagen, dass der Euro-Rettungsschirm ausreichend sei, die wegen der Schuldenkrise verunsicherten Märkte etwas beruhigt", sagte ein Börsianer.

Die US-Börsen waren wegen des Feiertages Thanksgiving geschlossen. Am Terminmarkt wurde jedoch der S&P-Future gehandelt. Er lag bei Handelsschluss in Europa 2,8 Stellen höher bei 1199,30 Punkten. Das Handelsvolumen im Dax fiel auf 84,5 (Mittwoch: 118,6) Millionen Aktien. Der Umsatz verringerte sich auf 2,6 (3,7) Milliarden Euro.

Trotzdem: "In den Hinterköpfen spukt natürlich auch weiter die Schuldenkrise in der Euro-Zone herum", sagte ein Händler. Solange sich die Lage in Irland nicht geklärt habe und mit Portugal schon das nächste Land am Kapitalmarkt deutlich höhere Zinsen als bislang zahlen muss, dürften viele Anleger auf der Hut bleiben und nur vorsichtig agieren. Das erkläre die niedrigen Umsätze.

Portugal hatte am Donnerstag Medienberichte über ein Treffen von Finanzminister Fernando Teixeira dos Santos mit Vertretern der vier führenden Banken des Landes zur wirtschaftlichen Lage zurückgewiesen. Börsianer blieben jedoch skeptisch "In Griechenland und Irland hieß es auch "Wir brauchen keine Hilfe', und dann musste Europa doch helfen", sagte ein Händler. Der portugiesische Leitindex PSI20 und der spanische Ibex35 gaben nach. An der Madrider Börse wurden unter anderem Aktien von hochverschuldeten Unternehmen verkauft. "Das wird vor allem von der Aussicht auf höhere Kosten für die Schuldentilgung und einen weiteren wirtschaftlichen Abschwung hervorgerufen", sagte ein Analyst in Madrid.

Die Aktien des Autobahnbetreibers Abertis und des Gasversorgers Gas Natural etwa büßten zeitweise mehr als drei Prozent ein. Die Verbindlichkeiten von Abertis belaufen sich auf 14 Milliarden Euro, Gas Natural steht mit 17 Milliarden Euro in der Kreide.

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