Börse Frankfurt: Dax schließt erneut mit Kursverlusten

Börse Frankfurt
Dax schließt erneut mit Kursverlusten

Der Dax hat am Montag seinen Abwärtstrend mit gebremstem Tempo fortgesetzt. Als Belastung sahen Börsianer Sorgen, dass die US-Notenbank Fed mit der Reduzierung ihrer Anleihekäufe die Finanzmärkte zu sehr belasten könnte.
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FrankfurtDer deutsche Leitindex schloss 0,46 Prozent schwächer bei 9349,22 Punkten, womit er immerhin klar über seinem Tagestief bei 9310 Punkten blieb. In der vergangenen Woche hatte er gut dreieinhalb Prozent eingebüßt. Für den MDax ging es am Montag um ein Prozent auf 16.134,05 Punkte bergab, während der TecDax 2,1 Prozent auf 1194,27 Punkte verlor.

Am Markt bleibt eine lange nicht erlebte Verunsicherung spürbar. „Die euphorische Stimmung an den Börsen zum Jahreswechsel ist aktuell einer hohen Nervosität gewichen“, sagte Niall Delventhal, Marktanalyst von DailyFX. „Das Gemisch aus der massiven Abwertung von Schwellenländer-Währungen, Wachstumssorgen in China und rund um den Globus heiß gelaufene Börsen birgt explosive Risiken.“

Die weiter überraschend gute Stimmung in der deutschen Wirtschaft, die das Ifo-Geschäftsklima am Vormittag zeigte, hatte zunächst kaum etwas gegen den laufenden Rücksetzer ausrichten können. Ihn hatten viele Marktteilnehmer nach der satten Kursrally der vergangenen Wochen und Monate bereits für „überfällig“ gehalten.

Auslöser der heftigen Kursbewegungen am Montag war zudem der Wechsel des an den Märkten hoch angesehenen Merck-Finanzvorstand Zachert zum Chemiekonzern Lanxess. Der 46-jährige kehr damit zu dem Unternehmen zurück, bei dem er 2004 bis 2011 Finanzvorstand war. Es sei verständlich, dass Zachert jetzt zu Lanxess wechsele und nicht warte, bis ihm bei Merck die Weihe zum Vorstandschef erteilt werde, erklärte Analyst Ulrich Huwald von Warburg Research.

Wie Huwald hielten auch einige Händler den Kurseinbruch bei Merck für übertrieben: „Das ist zwar wie Götze vom BVB zum FC Bayern. Aber deswegen steigt Dortmund ja nicht ab, Übertreibung ohne Ende.“ Merck-Aktien notierten am Abend mit 119 Euro noch 10,1 Prozent im Minus. Lanxess-Titel dagegen lagen mit 48,72 Euro 8,2 Prozent höher.

Auch die Tatsache, dass es an den Börsen in den vergangenen Wochen schnell, vielleicht zu schnell aufwärts ging, führe zu Gewinnmitnahmen, stellten die Analysten von IG Markets fest. „Viele Anleger denken sich möglicherweise wohl, dass an realisierten Kursgewinnen bislang noch niemand arm geworden ist.“
Viele Anleger fürchten, dass vor allem die Konjunktur in den Schwellenländer leiden wird, wenn die Anleger ihre Gelder wieder in den USA anlegen. Denn sollte die Fed ihre Anleihekäufe weiter drosseln, wären die Anlagen in den USA wieder attraktiver. Am Freitag war die Skepsis durch eine Währungskrise in Argentinien noch zusätzlich verstärkt worden

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  • haben nicht alle letztes Jahr schon gedacht die Chinablase werde platzen? Vielleicht ist es ja jetzt so soweit.

  • kann mir gut vorstellen, dass in den nächsten Tage runter zur 9000er Unterstützung geht. Morgen werden aber erstmal alle kaufen, die glauben, dass 9300 bis 9400 der neue Boden wird.

    Im DAX sind schon einige Global Player vertreten die ziemlich anfällig gegen der Weltwirtschaft sind. Und zu dieser gehören natürlich auch Asien und Lateinamerika, wo die Regierungschefs und Notenbanker bei so viel Kapitalflucht wohl schon langsam nervös werden. Achtet mal wohin die Gelder gerade abfließen: In den sicheren Hafen. Das gab es schon lange nicht mehr. Da lagen wohl 90% der IBs mit ihren letztjährlichen Zinsausblick komplett daneben.

  • buy_buy_buy

    "Schöne Werte - schonmal den Spread bei Petrobras angeschaut? Nicht gut zu handeln hier in D."

    Bitte?

    NYSE 4,24 4,25

    dennoch indiskutabel, wer hat schon lust sich von madame kirchner enteignen zu lassen.

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