Börse Frankfurt: Dax schließt erstmals über 11.300 Punkten

Börse Frankfurt
Dax schließt erstmals über 11.300 Punkten

Der Dax braucht keine Impulse. Auch ohne große Neuigkeiten bleibt der Leitindex auf seinem Rekordkurs. Ausschlaggebend für die Gewinne waren starke Bayer-Aktien. Der Euro musste deutliche Verluste hinnehmen.
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FrankfurtDer Dax arbeitet sich in kleinen Schritten immer weiter nach oben. Nach einem unspektakulären Handel, setzte der Leitindex ab dem Nachmittag zu einem Schlussspurt an. Am Ende schloss der Dax mit einem Plus von einem Prozent auf 11.327 Punkten so hoch wie nie. Sein neues Rekordhoch liegt nun bei 11.331 Zählern.

Der Euro hingegen zeigte heute große Schwächen. Während der Dax zur Aufholjagd ansetzte, verlor die europäische Gemeinschaftswährung an Wert. Am Abend bekam man für einen Euro nur noch 1,1209 und damit rund 1,3 Prozent weniger als gestern.

Für Auftrieb beim Leitindex sorgt besonders die Bayer-Aktie, die zwischenzeitlich knapp fünf Prozent zulegen konnte und am Ende 3,7 Prozent im Plus lag. Der Chemieriese Bayer und größte börsennotierte Konzern Deutschlands profitierte im vergangenen Jahr von seinen neuen Kassenschlagern im Pharmageschäft und einer kräftigen Nachfrage nach Landwirtschaftschemie. Bereits gestern kündigte Konzernchef Marijn Dekkers an, die Dividende um 15 Cent auf 2,25 Euro je Aktie zu erhöhen.

Insgesamt aber wird der Dax von Impulsen nicht wirklich überhäuft – und das trotz einer Flut an Quartalszahlen. Die Anleger scheinen sich für die Zahlen nur vereinzelt zu interessieren. Sie haben vor allem die Notenbanken und Euro-Krise im Blick. Weil von dieser Seite jedoch kaum nennenswerte Nachrichten vermeldet wurden, erklärten Marktexperten den leichten Anstieg des Dax mit der aktuell weiterhin freundlichen Börsenstimmung. Seit Wochen geht es am deutschen Aktienmarkt von einem Hoch zum nächsten, allerdings hatte das Tempo des Rekordlaufs jüngst nachgelassen.

„Natürlich bleibt die internationale Geldpolitik eine Stütze der Aktienmärkte“, sagte Robert Halver von der Baader Bank. Die Europäische Zentralbank (EZB) beginnt voraussichtlich Anfang März mit ihren groß angelegten Käufen von Staatsanleihen am Kapitalmarkt, dem sogenannten „Quantitative Easing“. Die Geldflut der Notenbanken ist seit geraumer Zeit der hauptsächliche Treibstoff der Märkte.

Einige Experten halten nach dem steilen Anstieg der Kurse in den vergangenen Wochen auch Rückschläge an den Märkten für möglich. „Eine Konsolidierung bleibt das wichtigste Thema“, schrieb Marktstratege Stan Shamu vom Broker IG am Morgen. Die Anleger täten sich mittlerweile schwer, noch frische positive Kursimpulse zu finden.

„Nach der vorläufigen Lösung des griechischen Schuldenstreits und vor der Zinswende in den USA scheinen die Märkte in einem Vakuum gefangen zu sein“, ergänzte ein Händler. „Es geht nicht mehr richtig vor und zurück geht es auch nicht.“ Es fehle an neuen Impulsen. Das sei auch an den sinkenden Umsätzen abzulesen.

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  • Dem Draghi seine Blaserl, dem Schneider seine Puten und mir das Kaffeehaus.

  • Draghi says: " Big bubbles, no troubles !"

  • It´s the ECB, stupid! The Draghi bubble is pumping up!

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