Börse Frankfurt
Dax schließt fast im Plus

Alles sah nach einem schwachen Wochenauftakt aus. Bis zu 1,7 Prozent notierte der Dax im Minus. Zwei Stunden vor Handelsschluss startete der Dax zu einer furiosen Aufholjagd und schaffte fast noch den Sprung ins Plus.
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FrankfurtUngewisse Zukunftsaussichten machten den Anlegern zu schaffen. Man fragt sich wie das Drama um Griechenland zu Ende gehen und ob der zweite EZB-Tender wieder Schwung an den Börsen bringen wird. Außerdem stehen über dem Ölpreis und dem iranischen Atomkonflikt weiterhin große Fragezeichen.

Vielen Anlegern waren das am Montag zu viele offene Fragen. Sie nahmen ihre Gewinne mit und schickten den Dax bis zu 1,7 Prozent ins Minus. Gegen Handelsschluss zog der Leitindex dann aber wieder an. Der Kursrutsch am Nachmittag bot einigen Investoren wieder günstige Einstiegsmöglichkeiten. Außerdem kamen aus den USA unerwartet starke Daten zum Hausverkauf.

Am Ende scheiterte der Dax nur knapp an einem positiven Vorzeichen. Er schloss den Handel 0,2 Prozent tiefer auf 6.850 Punkte. Die zweite Reihe konnte ihr Minus ebenfalls reduzieren. Der MDax ging mit einem Minus von 0,7 Prozent auf 10.381 Punkte aus dem Handel und der TecDax lag nur noch 0,9 Prozent im Minus auf 769 Zähler.

Die US-Börse drehte sogar ins Plus. Der Dow Jones lag nach Frankfurter Börsenschluss 0,1 Prozent im Plus auf 13.000 Punkte, der S&P-500 stieg um 0,1 Prozent auf 1.368 Punkte und der Nasdaq-100 notierte 0,2 Prozent fester auf 2.609 Zähler.

Bundestag stimmt Rettungspaket zu

Im Fokus der Anleger stand heute die Abstimmung im Bundestag über das Hilfspaket für Griechenland. Zu Börsenschluss entschieden sich die Abgeordneten für die Freigabe des Rettungspaket. Im Vorfeld an die Abstimmung gab es Koalitionsinterne Uneinigkeiten. Eine Mehrheit für den Hilfskredit galt allerdings dennoch als sicher.

An den Aktienmärkten dürfte das Ergebnis der Abstimmung jedoch kaum Auswirkungen zeigen. Vielmehr bewegt die Märkte der stetig steigende Ölpreis. Denn der könnte die Konjunktur gefährden, die sich in der Vergangenheit immer als Gegengewicht der Griechenland-Krise erwiesen hat. "Die Wirtschaft in Europa befindet sich am Rande der Rezession", warnen Analysten der DZ Bank. Am Abend kostete ein Barrel Rohöl über 125 US-Dollar. Die gestiegenen Preise machten sich im vergangenem Jahr auch in Deutschland bemerkbar. Laut Statistischem Bundesamt musste Deutschland für jede importierte Tonne Öl 583 Euro bezahlen. Der bisherige Höchstpreis lag 2008 bei 506 Euro.

Einer der Titel, die am meisten von den gestiegenen Rohölpreisen belastet werden, sind die der Lufthansa. Sie sanken um um 2,4 Prozent auf 10,17 Euro. Außerdem geht der wieder beginnende Streik des Frankfurter Flugpersonals der Lufthansa in die Tasche.

Die Konjunktursorgen wiederum machte heute den Auto-Titeln zu schaffen. BMW verbilligte sich um 1,8 Prozent, Volkswagen verloren heute 0,7 Prozent, Daimler sank um 2,9 Prozent. Negativ wirkte sich auch die Herunterstufung von JP Morgan aus. Analysten der US-Bank stuften den europäischen Autosektor nach seiner jüngsten Rally herunter von "overweight" auf "neutral".

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Finanztitel unter Druck

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  • Was erwarten hier die Leser, etwa eine Analyse mit einer konkreten und vorallem treffenden Empfehlung zur Geldanlage?

    Das HB schreibt lediglich über die aktuelle (Tages-)Entwicklung der Märkte. Wer nicht in der Lage ist aus all den Informationen seine eigen Schlüsse zu ziehen, der sollte sich den Platobrief oder sonst irgendeinen Börsenbrief bestellen und hoffen, dass er keinen Ramsch erwisch.

  • Die Berichte des Handelsblattes zurm Dax halte ich für grottenschlecht.

    Das Handelsblatt bringt nur das was schon bekannt ist, packt es in eine meistens übertrieben Schlagzeile die täglich mehrmals geändert wird und neigt sehr stark dazu zu sensationalisieren.

    Hilfreich sind diese Berichte allenfalls für den, der nicht viel mit Geldanlage am Hut hat.

  • Das ist doch schön, wenn Millionäre auch ein "Hobby" haben, oder?

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