Börse Frankfurt
Dax schließt hauchdünn im Plus

Der Leitindex schafft nach neuen Daten zum US-Arbeitsmarkt die Wende in die schwarzen Zahlen.
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HB FRANKFURT. Den ganzen Tag herrschte gespannte Ruhe, die Anleger warteten auf die neuen Arbeitsmarkt Daten aus den USA. Nach Verkündigung der Daten brachen die Kurse ein, dann kam das Comeback, aber nicht für lange Zeit. Der Dax schloss minimal im Plus. Mit einem Aufschlag von 0,13 Prozent auf 5 488,25 Punkten ging das deutsche Börsenbarometer ins Wochenende und legte damit im Wochenvergleich um 1,4 Prozent zu. Der MDax stieg um 0,96 Prozent auf 7 084,74 Zähler und der TecDax schloss nahezu unverändert mit minus 0,03 Prozent auf 749,78 Zähler. "Der eine oder andere glaubt offenbar an eine Jahresendrally im Dax und hat die Schwäche zum Einstieg genutzt", sagte ein Börsianer. Außerdem gebe es immer noch genügend Anleger, die auf eine Einstiegsgelegenheit warten. Seit seinem Jahrestief im März hat der Dax knapp 2 000 Punkte zugelegt.

Der EuroStoxx50 der größten Börsenwerte aus der Euro-Zone drehte zum Wochenschluss ebenfalls zurück ins Plus und ging knapp über Schlusskurs vom Donnerstag bei 2794 Zählern aus dem Handel. An der Wall Street notierte der US-Standardwerteindex Dow Jones bei Börsenschluss in Deutschland fast unverändert.

Zeitweise hatten Anleger verschreckt auf den Arbeitsmarktbericht aus den USA reagiert und den Dax am Nachmittag auf Talfahrt geschickt. Im Oktober war die Arbeitslosenquote in den Vereinigten Staaten war auf den höchsten Stand seit 26 Jahren gestiegen. Geschäftsführer Thomas Körfgen von SEB Asset Management sagte: „Die Arbeitsmarktdaten hatten dem Markt erst einmal einen Dämpfer gegeben.“ Dann habe man sich aber wohl auf den Beschäftigungsrückgang fokussiert, der sich leicht abgeschwächt habe. Der Dax, so meinte Marktanalyst Mark Rohles vom Finanzdienstleister IG Markets, sei diesbezüglich im späteren Handelsverlauf vor allem wieder den US-Börsen gefolgt, die sich zum deutschen Handelsschluss kaum verändert bis freundlich zeigten.

Die Arbeitslosenquote sei von 9,8 Prozent im Vormonat auf 10,2 Prozent geklettert, teilte das US-Arbeitsministeriummit. Ökonomen hatten mit einer Quote von 9,9 Prozent gerechnet und damit noch kein Überschreiten der Zehn-Prozent-Marke erwartet. "Zwar nimmt die Zahl der Stellenstreichungen tendenziell ab und sie liegen mit 190 000 auf dem niedrigsten Niveau seit August 2008", sagte Helaba-Analyst Ulrich Wortberg. "Der Anstieg der Arbeitslosenquote auf 10,2 Prozent ist aber enttäuschend und so bleibt der Arbeitsmarkt bisweilen ein Unsicherheitsfaktor für die Konsumnachfrage."

Spitzenreiter im Dax war Lufthansa, deren Aktien sich um drei Prozent auf 11,06 Euro verteuerten. Börsianer erklärten das Plus mit den positiv aufgenommenen Geschäftsergebnissen des Rivalen British Airways (BA). Einige Händler verwiesen zudem auf Aktienkäufe mehrerer Lufthansa-Spitzenmanager wie Firmenchef Wolfgang Mayrhuber. „Das ist immer ein gutes Zeichen, denn diese Leute sollten die Firma ja am besten kennen.“

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