Börse Frankfurt
Dax schließt im Minus

In den USA trübt sich die Verbraucherstimmung ein. Für die Fed ein weiterer Grund, weiterhin vorsichtig zu agieren. Der Euro reagiert mit einem sprunghaften Kursanstieg, während der Dax verliert.

FrankfurtDie Dax-Anleger neigen wieder zur Vorsicht. Zum Handelsschluss notierte der Leitindex 0,3 Prozent leichter bei 10.259 Punkten. Zuvor hatten stark notierende Bayer-Aktien den Dax zeitweise ins Plus getrieben. Die Berichtssaison lässt keine klare Tendenz aufkommen. Für Verunsicherung sorgte die Federal Reserve, die am Mittwoch ihre Zinsentscheidung fällt. Zwar rechnet kaum jemand damit, dass die US-Notenbank dann bereits die nächste Zinshürde nimmt, interessant jedoch wird sein, wie sie sich bezüglich ihrer geldpolitischen Pläne äußern wird.

Hier könnte unter anderem die unerwartet starke Eintrübung der Stimmung der US-Konsumenten im April ausschlaggebend sein. Das Barometer für das Verbrauchervertrauen fiel um 1,9 auf 94,2 Punkte, wie das Institut Conference Board am Dienstag zu seiner monatlichen Umfrage bekanntgab. Von Reuters befragte Experten hatten mit 96,0 Zählern gerechnet. Die Verbraucher bewerteten ihre Aussichten so schlecht wie seit fast zwei Jahren nicht mehr.

„Das Verbrauchervertrauen pendelt seit Ende 2014 um 95 Punkte und weist somit weder auf eine konjunkturelle Belebung noch auf eine Verlangsamung der Entwicklung hin“, sagte Ökonom Ralf Umlauf von der Helaba. In Anbetracht des schwachen Verbrauchervertrauens dürfte die Fed ihren vorsichtigen geldpolitischen Kurs beibehalten. Der Euro machte im Anschluss an die Veröffentlichung einen deutlichen Sprung nach oben und kostete am Abend 1,1318 Dollar - ein Plus von 0,5 Prozent.

An den Ölmärkten kam es heute zu größeren Bewegungen. Sowohl ein Barrel Rohöl der Sorte Brent als auch WTI verteuerten sich bis zum Abend auf 45,70 beziehungsweise 43,87 Dollar. Nach US-Börsenschluss dürften zwei Schwergewichte für Spannung sorgen. Sowohl Apple als auch Ebay legen ihre Bilanzen vor.

Bei den Einzelwerten ragten heute zunächst die Aktien des größten Dax-Konzerns Bayer hervor. Der Chemiekonzern verteuerte sich am Dienstag zeitweise um über zwei Prozent. Später jedoch ließ die negative Marktdynamik die Aktien rund ein Prozent ins Minus rutschen. Händler verwiesen darauf, dass die Titel seit Monatsbeginn mit mehr als sechs Prozent fast doppelt so viel wie der Dax zugelegt haben. Der Arzneimittelhersteller konnte zu Jahresbeginn auf ein starkes Geschäft mit einigen neuen Medikamenten bauen. Der bereinigte Betriebsgewinn (Ebitda) kletterte im ersten Quartal um 15,7 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro. Analysten hatten deutlich weniger erwartet.

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