Dax-Bericht: Börsenbarometer schließt im Minus

Börse Frankfurt
Dax schließt im Minus

Der Deutsche Aktienindex hat am Dienstag nachgegeben. Die Unsicherheit angesichts der Politik des US-Präsidenten Donald Trump belastete die Märkte. Die Aktie der Deutschen Börse hingegen zog deutlich an.
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Frankfurt/DüsseldorfDie Anleger sind durch die Politik von US-Präsident Donald Trump verunsichert. Sie halten sich zudem vor der Zinssitzung der US-Notenbank am Mittwoch eher zurück. Zwar wird noch nicht mit einer Fortsetzung der Zinswende in den Vereinigten Staaten gerechnet, wohl aber mit Hinweisen zum weiteren geldpolitischen Kurs. Der Deutsche Aktienindex Dax schließt 1,25 Prozent im Minus bei 11.535 Punkten.

Der MDax gab um 0,57 Prozent auf 22.465 Punkte nach. Der Technologie-Index TecDax verlor 0,81 Prozent auf 1830 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex Euro Stoxx 50 fiel um knapp ein Prozent.

Der deutliche Kurssprung des Euros zog die Blicke auf sich. Verantwortlich sind laut Marktteilnehmern Aussagen eines Beraters von US-Präsident Donald Trump. Handelsberater Peter Navarro warf Deutschland vor, den „stark unterbewerteten“ Euro auszunutzen. Am Morgen hatte zudem der kräftige Inflationsanstieg in Spanien, Frankreich und der gesamten Euro-Zone im Januar überrascht.

Unter den Einzelwerten ragten die Aktien der Deutschen Börse mit einem Plus von rund 1,7 Prozent als Spitzenwert im Dax heraus. Sie profitierten von einem Kommentar der französischen Investmentbank Exane BNP über künftige Börsenumsätze und dem zusätzlich erwarteten Aufwärtspotenzial, falls die Fusion mit der Londoner Börse durchgeht.

Die Papiere der Deutschen Bank fielen um rund ein Prozent. Das angeschlagene Finanzinstitut kann eine weitere juristische Baustelle weitgehend schließen, nachdem im russischen Geldwäsche-Skandal eine Einigung mit der New Yorker Finanzaufsicht erzielt worden war. Allerdings ist auch noch das US-Justizministerium eingeschaltet. Am Donnerstag legt die Bank ihre Jahresbilanz vor.

Im Index der mittelgroßen Unternehmen verhalf eine Kaufempfehlung der Bank of America/Merrill Lynch den RTL-Aktien zunächst zu leichten Gewinnen. Am Abend schloss die Aktie der RTL Group allerdings ganz leicht im Minus.

Die Anteilsscheine von Symrise hingegen fielen um 2,6 Prozent. Die Jahresbilanz des Schweizer Wettbewerbers Givaudan war schlechter als erwartet ausgefallen.

Im TecDax verloren die Aktien des des Pharma- und Laborzulieferers Sartorius rund fünf Prozent und fielen zeitweise auf den tiefsten Stand seit Juli des Vorjahres. Tags zuvor hatte das Unternehmen Bilanz gezogen und dabei vor allem mit dem Ausblick auf 2017 enttäuscht.

Bei den Nebenwerten sorgt der SDax-Wert TLG Immobilien für Schlagzeilen: Der Berliner Immobilienkonzern hat binnen weniger Stunden 115 Millionen Euro frisches Kapital für seine jüngsten und kommenden Zukäufe eingesammelt. Der Ausgabepreis für die 6,7 Millionen neuen Aktien – zehn Prozent des Grundkapitals – sollte auf 17,20 Euro festgelegt werden, wie die Investmentbank JP Morgan den Investoren am Montagabend mitteilte. Sie hatte die Platzierung federführend organisiert. Der Kurs der TLG-Aktie verlor 1,4 Prozent.

Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs des Euro am Montag auf 1,0630 (Freitag: 1,0681) Dollar festgesetzt. Zuletzt war er 1,0750 Dollar wert. Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von 0,23 Prozent am Montag auf 0,22 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,03 Prozent auf 141,33 Punkte. Der richtungsweisende Bund Future zeigte sich prozentual unverändert bei 161,88 Punkten.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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