Börse Frankfurt
Dax schließt im Minus

An den Märkten geht die Angst um, dass die Schuldenkrise die Aktienmärkte doch irgendwann einholt. Der Dax fiel zurück. Größte Verlierer waren Banken und Autohersteller. Auch Solarwerte kamen wieder einmal unter die Räder.
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HB FRANKFURT. Die Schuldenkrise in Europa und die wachsenden Spannungen in Korea haben die Aktienmärkte zum Wochenschluss gebremst. Der Dax schloss am Freitag 0,5 Prozent tiefer bei 6 848 Punkten und hat damit auf Wochensicht gerade einmal fünf Punkte zugelegt.

Das Handelsvolumen im Dax stieg auf 102 (Donnerstag: 84,5, Mittwoch: 118,6 Mio. Aktien). Der Umsatz erhöhte sich auf 3,1 (2,6) Mrd. Euro.

Die US-Börsen notierten bei Handelsschluss in Europa ebenfalls im Minus. Der Dow-Jones-Index und der S&P500 lagen jeweils 0,7 Prozent im Minus. Der Nasdaq-Composite verlor 0,3 Prozent. Wegen des langen Wochenendes zum Thanksgiving-Fest waren viele US-Anleger nicht am Markt aktiv.

"Die Frage ist, wie es weiter geht und ob uns am Ende doch ein Auseinanderbrechen der Euro-Zone droht", sagte ein Händler. Der Eurostoxx50 für die Euro-Zone verlor 1,3 Prozent auf 2728 Stellen. Der Euro fiel auf bis zu 1,3199 Dollar.

Für etwas Erleichterung sorgte die Zustimmung des portugiesischen Parlaments zum Sparhaushalt 2011. Damit will das südwesteuropäische Land sein Haushaltsdefizit deutlich senken.

Zunächst hatte ein Zeitungsbericht verunsichert, wonach die Europäische Zentralbank (EZB) und eine Mehrheit der Euro-Länder zunehmend Druck auf Portugal ausüben, ebenfalls europäische Finanzhilfen anzunehmen. Ein Sprecher der Regierung in Lissabon wies den Bericht zurück.

Zudem richteten sich erneut bange Blicke auf die koreanische Halbinsel. Nahe der Grenze von Nord- und Südkorea wurden am Freitag erneut Artillerie-Geschosse abgefeuert. Am Dienstag waren bei einem Artillerie-Angriff Nordkoreas auf eine südkoreanische Insel vier Menschen getötet worden. "Dieser ungelöste Konflikt sorgt immer für Nervosität", sagte ein Händler.

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  • Es war doch nichts anderes zu erwarten! Das nenne ich Öl ins Feuer gießen!
    Seitdem Merkel Mitte Oktober die beteiligung privater Gläubiger nach dem Auslaufen des jetzigen Rettungsschirms Mitte 2013 vorgeschlagen hat, sind die Zinsaufschläge für die Staatsanleihen der kleinen Euro-Staaten Griechenland, irland, Spanien und Portugal kräftig angestiegen. Um an Geld zur Refinanzierung ihrer Schulden bei privaten banken zu kommen, müssen diese Staaten immer mehr eigenes Geld locker machen - mit schwerwiegenden Folgen für die ohnehin angeschlagenen Haushalte.

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