Börse Frankfurt
Dax schließt im Minus

Am Tag vor Heiligabend haben die Anleger nur noch vereinzelt am Aktienmarkt investiert. Ein Bericht über einen Großauftrag trieb den Aixtron-Kurs. Im TecDax legte Q-Cells zeitweise über zehn Prozent zu. Ansonsten sind die Anleger in Gedanken schon im neuen Jahr. Nach Ansicht eines Experten könnte es sich dann lohnen, wieder mehr Risiken einzugehen.
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HB FRANKFURT. Am Tag vor Heiligabend haben die Anleger nur noch vereinzelt am Aktienmarkt investiert. Bei weiter sinkenden Handelsumsätzen ging der Dax am Donnerstag 0,1 Prozent tiefer bei 7057 Zählern in die Weihnachtstage. In der auf vier Tage verkürzten Handelswoche hat der Leitindex damit rund ein Prozent gewonnen.

Das Handelsvolumen im Dax fiel auf 42 (Mittwoch: 62) Millionen Aktien. Der Umsatz schrumpfte auf 1,3 (1,8) Milliarden Euro.

Die US-Börsen notierten bei Handelsschluss in Europa kaum verändert. Der Dow-Jones-Index legte 0,2 Prozent zu. Der S&P 500 und der Nasdaq-Composite gaben hingegen 0,1 beziehungsweise 0,2 Prozent nach.

Ein Anflug von Fantasie kam bei den Aktien der Lufthansa auf, die 0,3 Prozent zulegten. Die Agentur "Bloomberg" berichtete unter Berufung auf eine mit der Situation vertraute Person, dass Lufthansa im ersten Halbjahr 2011 ein Angebot für die skandinavische SAS vorlegen könnte. Deren Aktien hoben in Stockholm regelrecht ab und stiegen um bis zu 15 Prozent. Weder die Lufthansa noch SAS kommentierten den Bericht. "Die Geschichte hat Gerüchte über eine unmittelbar bevorstehende Offerte in Gang gebracht", sagte ein Händler. "Mit dem ganzen momentanen Gerede rund um das Thema Fusionen und Übernahmen kann jede Spekulation einen Aktienkurs durch die Decke schicken." Um die chronisch defizitäre SAS, an der Norwegen, Dänemark und Schweden beteiligt sind, ranken sich bereits seit längerem Übernahmegerüchte.

Der für seine markigen Sprüche bekannte Chef der Deutschen Bank, Josef Ackermann, schlug im Handelsblatt in Sachen Renditeziel leisere Töne an. Bis zum Ende seiner Amtszeit dürfte die Eigenkapitalrendite unter dem angestrebten Niveau von 25 Prozent bleiben - eine Zahl, die in der Vergangenheit von Politikern als "überzogene Renditegier" bezeichnet wurde. "Die Aussagen von Ackermann kommen nicht allzu überraschend", sagte ein Händler. Die Rendite werde durch die neuen Eigenkapitalvorschriften im Rahmen von Basel III belastet, betonte Merck-Finck-Analyst Konrad Becker. Der zuletzt stockende Verkaufsprozess für die Deutsche-Bank-Tochter BHF nimmt unterdessen wieder Fahrt auf: Deutschlands größtes Geldhaus verhandelt exklusiv mit der Liechtensteiner Fürstenbank LGT. Die Aktien von Deutsche Bank schlossen 0,3 Prozent höher.

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