Börse Frankfurt
Dax schließt im Minus

Nach dem Kursschub zur Wochenmitte hat der Dax am Donnerstag etwas nachgegeben. Mit einem Plus von knapp zwei Prozent unterm Strich fand das turbulente erste Quartal für das Börsenbarometer damit ein halbwegs versöhnliches Ende.
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Frankfurt/DüsseldorfDer Dax hat zum Quartalsende mit leichten Abschlägen geschlossen. Der deutsche Leitindex beendete den Handel 0,2 Prozent im Minus bei 7041 Zählern. Damit legte das Börsenbarometer in den ersten drei Monaten des Jahres 1,8 Prozent zu.

Gestern hatte das Börsenbarometer die Marke von 7.000 Punkten übersprungen und wieder das Niveau von vor der Katastrophe in Japan erreicht. "Mit Blick auf das Ende des ersten Quartals versuchen es einige mit "window dressing'", sagte ein Händler. Dabei versuchen Banken, durch gezielte Aktienkäufe ihre Quartalsergebnisse im Handelsgeschäft besser aussehen zu lassen. Allerdings seien die Umsätze mau, so dass der Trend schnell wieder drehen könnte.

Insgesamt zeigten sich Börsianer von der relativen Stärke des Dax beeindruckt. "Wir haben trotz der enormen Häufung von negativen Nachrichten aus aller Welt einen erstaunlich stabilen Dax", fasst ein Börsianer zusammen. Der Leitindex notiert aktuell fünf Prozent unter dem Jahreshoch und etwa neun Prozent über dem Jahrestief.

Einer der wichtigsten Belastungsfaktoren bleibt die Atomkatastrophe in Japan. So lange keine neuen Hiobsbotschaften aus Japan kämen, dürfte sich der Dax behaupten, sagte ein Händler. "Allerdings spiegeln sich die Ereignisse in Japan bislang nicht adäquat in den Kursen wider", warnte er.

Außerdem warten die Anleger derzeit auf den am morgigen Freitag anstehenden US-Arbeitsmarktbericht, sagten Händler. Deshalb hielten sie sich aktuell mit Engagements zurück. Insgesamt aber zeige der Trend an den Börsen weiter nach oben, meinte Robert Halver,
Kapitalmarktexperte bei der Baader Bank.

Unterstützung bekommt der Dax von den höheren Inflationsraten in der Euro-Zone. So lag die Jahresteuerung im März mit 2,6 Prozent deutlich höher als von Analysten mit 2,3 Prozent erwartet. Das mache auf mittlere Sicht Aktien attraktiver als Renten, erklärte ein Börsianer.

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