Börse Frankfurt Dax schließt im Plus – Unsicherheit bleibt

Nur noch einen Tag, dann kommt die US-Notenbank Fed zu ihrer Sitzung zusammen. Die entscheidende Frage lautet: Wieviel Geld werden die US-Währungshüter diesmal in die Märkte pumpen? Die Investoren werden sich bis dahin zurückhalten, haben viele gedacht. Doch der Dax legte noch einmal zu.
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Händler in Frankfurt: Alle schauen auf die Fed. Quelle: dpa

Händler in Frankfurt: Alle schauen auf die Fed.

(Foto: dpa)

HB FRANKFURT. Ein Reigen überzeugender Firmenbilanzen hat einige Anleger an den deutschen Aktienmarkt zurückgelockt. Der Dax zog am Dienstag um 0,7 Prozent auf 6654 Punkte an. Der EuroStoxx50 kletterte um 0,9 Prozent auf 2862 Zähler. Unterstützung lieferten auch Kursgewinne an der Wall Street.

Die Umsätze an den Börsen blieben allerdings überschaubar. Vor der Bekanntgabe der Entscheidung der US-Notenbank (Fed) über den weiteren geldpolitischen Kurs in der weltgrößten Volkswirtschaft mochten sich viele Investoren nicht neu positionieren. Notenbank-Chef Ben Bernanke wird die Entscheidung am Mittwochabend kurz nach 19.00 Uhr MEZ bekanntgegeben. Am Markt wird ein weiterer Rückkauf von Staatsanleihen erwartet - also ein Anwerfen der Notenpresse. Viele Börsianer rechnen mit einem Kaufvolumen von rund 500 Milliarden Dollar über sechs Monate.

Weniger Einfluss auf die Aktienmärkte dürften laut Börsianern die US-Zwischenwahlen haben - sollten sie wie erwartet ausgehen. Umfragen zufolge könnte den oppositionellen Republikanern knapp zwei Jahre nach der Wahl des Demokraten Barack Obama zum Präsidenten ein Comeback gelingen. Im Repräsentantenhaus könnten sie die Mehrheit zurückerobern, die sie 2006 an die Demokraten verloren hatten, und im Senat könnten sie Sitze dazugewinnen. An der Wall Street dürfte nur ein unerwarteter Sieg der Demokraten für Aufregung sorgen. Einige Analysten haben für diesen Fall einen Einbruch an der Börse prophezeit.

Zu den größten Dax-Gewinnern zählten die Aktien von Fresenius mit einem Plus von 2,6 Prozent auf 64,89 Euro. Gute Geschäft der neuen US-Tochter APP ließen die Kassen des Gesundheitskonzerns klingeln. Dagegen kam der Zwischenbericht der Dialysetochter Fresenius Medical Care (FMC) bei den Anlegern weniger gut an: Die Titel verloren 0,8 Prozent.

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2 Kommentare zu "Börse Frankfurt: Dax schließt im Plus – Unsicherheit bleibt"

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  • SEH iCH SO:
    Wenn ein Staatsbankrott der USA käme, hängen wir alle dran.....
    Auch die bRD ist sehr hoch verschuldet.

    Seit Jahrzehnten wurden in Guten Zeiten Stellen im öffentlichen Dienst aufgebaut, die nun in Schlechten Zeiten – wie in der Freien Wirtschaft üblich – nicht wieder abgebaut werden. Dadurch steigen die Schulden des Staates noch schneller an.
    Diese “Scheinbeschäftigten“ ohne beschäftigungsrisiko leben von unseren Steuergeldern, sind gegenüber privaten Dienstleistern völlig ineffektiv und tragen zur Wirtschaftsleistung Nichts bei. Steuerreform, Strukturreform, Rentenreform, Verwaltungsreform etc. sind Themen, die in der Vergangenheit zum Schutz dieser öffentlich bediensteten unerledigt blieben.
    Um diese Leute in den Produktionsprozess der Freien Wirtschaft einzugliedern, müssen diese von Steuergeldern finanzierten beschäftigungsverhältnisse nunmehr endlich unattraktiv gemacht werden. Ebenso wie bei den Hartz4-Empfängern sollten wir Steuerzahler diesen Leuten nur noch die Hälfte ihrer bisherigen bezüge überweisen. Statt kostenloser Altersversorgung über Pensionen, die wir alle aus unserer Rentenkasse mitbezahlen, sollen diese Leute ihre Altersversorgung nunmehr wie in der Freien Wirtschaft üblich ebenfalls privat finanzieren.

  • SEH´iCH ANDERS: 1 + 1 = 2
    Glaube nicht an eine Lauerstellung. Glaube, daß im Laufe des Tages viele "Depot-Teilnehmer" sich ihrer Anleihen entledigen werden und der Zugriff aufs internet-Depot heute holprig und stark verzögert stattfinden wird.
    Glaube auch nicht an einen Staatsbankrott der USA, aber an einen Staatsbankrott illinois` und Massechusetts. Die spekulierte Netto-Staatsverschuldung (ist ja noch über 40 Stunden hin bis zur bekanntgabe) schätze ich mal locker auf
    725 Mrd. $ und zwar auf 2 Jahre.
    Aber spekulieren ist ja nach wie vor schwer "in".

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