Börse Frankfurt
Dax schließt kaum verändert

Die großen Gewinnmitnahmen sind ausgeblieben. Nachdem der Dax in der vergangenen Woche deutlich zulegen konnte, konnte er sich heute behaupten. Verlierer war die Commerzbank. Die Bank hatte Zahlen vorgelegt, die am Markt nicht gut aufgenommen wurden.
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HB FRANKFURT. Die Anleger haben nach den Kursgewinnen der vergangenen Woche am Montag eine Verschnaufpause eingelegt. Der Dax schloss mit 6750 Punkten nahezu unverändert.

Damit liegt der Dax derzeit gut 13 Prozent höher als zum Vorjahresschluss. Viele Anleger setzen weiter darauf, dass der Dax in diesem Jahr noch die 7000-Punkte-Marke knacken wird, womit er den Stand von Anfang Juni 2008 erreichen würde. Das Handelsvolumen im Dax fiel auf 99 (Freitag 111) Millionen Aktien. Der Umsatz belief sich auf 2,5 (3,4) Milliarden Euro.

Eine Trendwende sahen Händler nicht. Der Markt sei weiter sehr optimistisch und rechne auch für diese Woche nicht mit großen Enttäuschungen, erklärten die Analysten der Close Brothers Seydler Bank AG. "Die Ampeln stehen noch auf grün", erklärten die Experten.

An den US-Börsen notierte zum Handelsschluss in Europa der Dow-Jones-Index 0,5 Prozent und der S&P 500 0,4 Prozent im Minus. Der Nasdaq-Composite notierte mit 2577 Punkten fast unverändert.

Für die größte Enttäuschung im Dax sorgte am Montag die Commerzbank. Deutschlands zweitgrößte Bank, die in der Krise teilverstaatlicht wurde, verfehlte die Prognosen für das dritte Quartal. In Osteuropa und in der Immobilienfinanzierung steckt die Bank dagegen weiter tief in den roten Zahlen, und das Privatkundengeschäft kommt nicht auf Touren. Zwar stellte die Bank für 2010 einen Milliardengewinn in Aussicht. Doch reichte das vielen nicht: "Der Ausblick 2010 fällt unseres Erachtens enttäuschend aus", stellte DZ-Bank-Analyst Matthias Dürr fest. Dies könnte für das vierte Quartal einen Verlust signalisieren, warnte er. Die Aktien verloren 5,2 Prozent.

Ebenfalls wenig beliebt bei den Anlegern waren die Versorgeraktien. E.ON verloren 1,2 Prozent, RWE 1,3 Prozent. Bei E.ON kamen Händlern zufolge Pläne von Vorstandschef Johannes Teyssen für eine Wachstumsstrategie außerhalb Europas nicht gut an. "Sicherlich belasten auch die Proteste gegen die Endlagerung von Atommüll in Gorleben", sagte ein Händler. E.ON legt am Mittwoch seine Quartalszahlen vor, RWE am Donnerstag.

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  • Die verbreitete gute Stimmung macht unvorsichtig. Wer hinter den Vorhang schaut sieht den Abgrund. Es wird höchste Zeit keine Risiken mehr einzugehen. Wenn die Lawine kommt geht es blitzartig. Wer jetzt noch nicht im physischen Metall (Rettungsboote) ist dem bleibt wenig Zeit. Die Musik auf der Titanic spielt noch weiter........

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