Börse Frankfurt
Dax schließt knapp drei Prozent höher

Über 400 Punkte in nur drei Tagen – die Fed macht's möglich. An den Börsen feiern die Anleger die US-Notenbank. Für Auftrieb sorgten außerdem positive deutsche Konjunkturdaten. Der Dax schließt über 9800 Punkten.
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FrankfurtDer Dax zeigte sich heute von seiner allerbesten Seite. Angetrieben von der Fed und einem überraschend starken Ifo-Geschäftsklimaindex schloss der Leitindex satte 2,8 Prozent fester auf 9811 Punkte. Innerhalb von nur drei Tagen konnte der Leitindex über 400 Punkte zulegen. In der zweiten Reihe notierte der MDax 2,2 Prozent im Plus auf 16.735 Punkte. Der TecDax stieg sogar um 3,8 Prozent auf 1366 Zähler.

Auch in New York machten die Indizes einen Tag nach der Fed-Sitzung weiter Boden gut. Der Dow Jones schoss rund 1,2 Prozent ins Plus auf 17.563 Punkte. Der S&P-500 legte ebenfalls 1,2 Prozent zu. Der Nasdaq notierte 1,3 Prozent fester.

Börsianer fragen sich angesichts dieser kräftigen Gewinne, ob das nun die Jahresendrally ist, die so viele Aktionäre erwartet haben? Die Antwort lautet schlichtweg: nein. Trotz der guten Stimmung an den Aktienmärkten warnen Börsianer vor übertriebener Vorfreude. Von einer Jahresendrally kann nicht die Rede sein. Die Rubel-Krise, die die europäischen Aktienmärkte in den vergangenen Tagen belastete, sei noch lange nicht ausgestanden, so Experten.

Die Sorgen und Ängste werden heute allerhöchstens überdeckt. Dafür sorgt vor allem die Fed-Präsidentin Janet Yellen. Obwohl sich die Wirtschaft im Aufschwung befindet und die Arbeitslosenquote auf dem tiefsten Stand seit Jahren liegt, bekräftigte die US-Währungshüterin ihr Niedrigzins-Versprechen. Man könne bei der Normalisierung der Geldpolitik „geduldig“ sein. Laut Yellen wird es wahrscheinlich noch nicht auf „einer der beiden nächsten Sitzungen“ – also im Januar oder März – soweit sein. Zudem sollen die Finanzierungskosten auch nach der Anhebung für „lange Zeit“ niedrig bleiben. An den Märkten wird damit gerechnet, dass die Notenbank Mitte 2015 die Zinswende einläuten wird.

Die Investoren seien erleichtert, weil die Notenbanker in den USA mit der Zinswende offensichtlich keine Eile hätten, sagte Takako Masai von der Shinsei Bank. Mit ihrer ultralockeren Geldpolitik haben die großen Zentralbanken in den vergangenen Jahren den Grundstein für steigende Aktienkurse gelegt.

Einige Experten hatten mit einem solchen Schritt gerechnet. „So wie ich das sehe, gab es keine Überraschungen“, sagte Cameron Hinds von Wells Fargo Private Bank zu der Erklärung der Notenbank. Entsprechend positiv habe der Markt reagiert: „Das ist in gewisser Weise ein Seufzer der Erleichterung.“

Neben der Fed lässt heute auch der Ifo-Geschäftsklimaindex den Pessimismus vergessen. Laut dem Ifo-Institut kam der Index im Dezember auf 105,5 Punkte. Damit übertrifft er die Prognosen der Experten, die von einem Index-Wert von 105,3 Punkten gerechnet haben. Im November lag der Ifo-Geschäftsklimaindex noch bei 104,7 Zäher.

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  • Warum?Du beobachtest den Chart wohl erst seit heute?Bei über 10 000-10100 Schluss mit lustig,mit oder ohne Draghi.Aber bitte,jeder wie er kann.Das Gleiche habe ich hier,an gleicher Stelle vor 14 Tagen gehört,als der DAX bei 10095 stand.Ebenso im Juni und Juli als er die 10 000 überwand.Stets kamen ein paar Überflieger,die es anders sahen.Der Markt hat mir aber recht gegeben.Und er wird mir wieder recht geben.Das ist leicht verdientes Geld.

  • @ Abdi:

    Auch Ihre großen Adressen sind Anleger - sollte man meinen.

  • @Veldung

    Du vergisst unseren italienischen Hengst aus dem EZB-Turm. Der wird Dir Dein Erntespielchen kaputtmachen.

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