Börse Frankfurt
Dax schließt knapp im Minus

Zahlreiche Quartalszahlen und Geschäftsprognosen haben am Donnerstag die Anleger in Atem gehalten. Herausgekommen ist am Ende ein kleines Minus beim Dax. Die Experten sind verunsichert. Niemand weiß so recht, wie es weitergeht.
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HB FRANKFURT. Weder eine Reihe von Zwischenbilanzen noch eine Milliarden-Übernahme in den USA haben am Donnerstag die Anleger an die europäischen Aktienmärkte gelockt. Der Dax schloss mit 5663 Punkten knapp 0,1 Prozent niedriger. Der europäische Stoxx50 gewann 0,1 Prozent.

"Das Problem ist, dass keiner weiß, wo die Reise hingeht", stellte Marktanalyst Christian Schmidt von der Helaba fest. Händler klagten über die geringen Umsätze. "Je näher der Jahreswechsel rückt, desto dünner wird das Geschäft", fasste einer zusammen. "Niemand will nach dem überraschend guten Börsenjahr seine Abschlussbilanz riskieren." An Nachrichtenmangel kann es nicht gelegen haben. So wartete in den USA der weltgrößte Computerhersteller Hewlett-Packard. mit einer milliardenschweren Übernahme im Netzwerkgeschäft auf.

Zudem stellte der weltgrößte Einzelhändler Wal-Mart einen Quartalsberichten und seinen Ausblick für das Weihnachtsgeschäft vor. In New York reagierten die Anleger ähnlich unentschlossen wie in Frankfurt: der Dow-Jones-Index trat meist auf der Stelle, die Aktien von HP ebenso, und Wal-Mart zogen leicht an.

Im Dax gab es ebenfalls keine klare Richtung. Größter Gewinner waren schließlich Linde-Aktien, die aber laut Händlern nicht von Nachrichten, sondern der Charttechnik profitierten und im späten Geschäft mit einem Plus von 2,2 Prozent auf 79,49 Euro an die Dax-Spitze spurteten. Die Bayer-Aktien ragten mit einem Zugewinn von 1,8 Prozent hervor. Börsianer begründeten dies mit einer Umstellung in internationalen Indizes sowie Analystenkommentaren.

Der Zwischenbericht von K+S wurde erst auf den zweiten Blick positiv beschieden. Nach anfänglichen Verlusten stiegen die Aktien des Salz- und Düngemittelherstellers um 1,7 Prozent auf 38,50 Euro. Zwar habe K+S mit operativem Ergebnis und Umsatz die Erwartungen nicht ganz erfüllt, doch seien die Manager für 2010 zuversichtlicher, begründeten Analysten die Trendwende.

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