Börse Frankfurt
Dax schließt knapp im Minus

Japans Eingriff in die Märkte ließ den Dax kalt. Stattdessen schauten die Anleger auf Konjunkturdaten aus Amerika. Schlusslicht im Dax waren die Titel der Deutschen Bank. Eine Achterbahnfahrt legte die Aktie von SMA Solar im TecDax hin.
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HB FRANKFURT. Schwache US-Konjunkturdaten haben am Mittwoch für moderate Verluste am deutschen Aktienmarkt gesorgt. Der Dax, der seit Monatsbeginn um knapp sechs Prozent zugelegt hat, verzeichnete ein Minus von 0,2 Prozent auf 6261 Punkte. Für den MDax ging es um 0,3 Prozent auf 8732 Punkte nach unten und der TecDax sank um 0,6 Prozent auf 774 Punkte.

Das Handelsvolumen im Dax fiel auf 104,8 (Dienstag: 112,7) Millionen Aktien. Der Umsatz sank auf rund 2,7 (3,1) Milliarden Euro.

Die US-Börsen tendierten zum Handelsschluss in Europa uneinheitlich. Der Dow-Jones-Index stieg um 0,2 Prozent, der S&P 500 fiel dagegen um 0,1 Prozent. Der Nasdaq-Composite notierte wenig verändert.

Die amerikanische Industrie verliert weiter an Schwung. Die Unternehmen steigerten ihre Produktion im August nur noch um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vormonat, teilte die US-Notenbank am Mittwoch in Washington mit. Im Juli hatte es wegen der deutlich anziehenden Autoproduktion noch ein Plus von 0,6 Prozent gegeben.

Auch für September sieht es nicht nach einem kräftigen Wachstumstempo aus. Die Industrie im US-Bundesstaat New York verlor überraschend an Fahrt. Der Index für das Verarbeitende Gewerbe fiel auf 4,14 Punkten von 7,1 Zählern im August, wie die New Yorker Federal Reserve mitteilte. Das ist der niedrigste Stand seit Juli 2009. Analysten hatten mit einem Anstieg auf 8,0 Punkte gerechnet. Die Daten gelten als Frühindikator für die Entwicklung der gesamten Industrie in den USA.

In Asien hatte der japanische Aktienmarkt am Morgen mit einem Plus von 2,3 Prozent auf dem höchsten Stand seit einem Monat geschlossen, nachdem die Notenbank in großem Umfang Dollar kaufte, um den Yen-Anstieg zu stoppen und den Export anzukurbeln. Der Dollar schnellte daraufhin nach oben und zog auch den Euro in die Höhe.

In Deutschland war der Eingriff zwar ein heiß diskutiertes Thema in den Handelsräumen: "Aber letzten Endes geht es dort um eine Sondersituation, die uns wenig betrifft", sagte ein Händler. "Anleger hier lechzen nach neuen Konjunkturdaten oder Unternehmensnachrichten." Bevor von dieser Seite nichts komme, sei die Luft nach oben dünn.

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  • Guten Tag,.... Gezwungenermassen muss ich mich den ganzen Tag mit CNbC befassen. Dort ist jedes dritte Wort " Double Dip ".....! Also noch mal rein in den Schlick ? !. Dieses dauernde " Double Dip " ist fast schon so laestig wie in Deutschland die Fatamorgana " Aufschwung," oder noch schlimmer, bei den Franzosen das ewige " reforme ". Liebe Leute;... Es gibt weder den Weihnachtsmann noch den Double Dip, vom Aufschwung wollen wir gar nicht erst reden. Ueber Franzosen und " reforme " verhaellt es sich so, als wenn man Perlen vor die Saeue wirft. Also lassen wir die Daten, Daten sein und versuchen wir damit Geld zu machen. Denn nur darum geht es. besten Dank.

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