Börse Frankfurt
Dax schließt knapp unter 11.000 Punkten

Ein schwacher Empire-State-Index scheuchte die Anleger auf. Die Daten nähren Zweifel über den Zeitpunkt der Fed-Zinsanhebung. Der Dax sackte zeitweise tief ins Minus. Nun warten Anleger mit Spannung auf weitere US-Daten.
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FrankfurtDer Empire-State-Manufacturing-Index in den USA hat im August einen überraschenden Einbruch erlitten. Statt eines Anstiegs auf fünf ist der Index auf 14,9 Punkte gesunken – den tiefsten Stand seit 2009. Börsianer reagierten zunächst geschockt. Der Dax rauschte augenblicklich über ein Prozent ins Minus. Zu Handelsschluss stabilisierte sich der Leitindex dann leicht. Am Ende ging er mit einem Minus von 0,4 Prozent auf 10.940 Punkten aus dem Handel. Allerdings bleibt der Aussagewert des heutigen Handels aufgrund der niedrigen Umsätze von gerade einmal 2,3 Milliarden Euro begrenzt.

Es handele sich um einen Warnschuss, sagte Stratege Ralf Zimmermann vom Bankhaus Lampe in Düsseldorf: „Weitere schwache Daten würden auf eine Kontraktion deuten und bedeuten höhere Risiken bei der Weltwirtschaft und für die Unternehmensgewinne“.

„Der erste Stimmungsindikator für den laufenden Monat tauchte auf den niedrigsten Stand seit der 'Großen Rezession' ab“, sagte NordLB-Ökonom Bernd Krampen. „Angesichts ansonsten ruhiger Marktlage waren die Reaktionen an den Finanzmärkten deutlich.“

Die Konjunkturdaten aus den USA nähren bei den Investoren Zweifel, dass die Federal Reserve zeitnah den Leitzins anheben wird. Zuvor wurde davon ausgegangen, dass die erste Anhebung seit 2008 bereits im September stattfinden könnte. Nun dürfte die Ungewissheit über dieses Datum schlagartig angestiegen sein. Weitere Daten im Laufe der Woche werden zeigen müssen, ob der September-Fahrplan überhaupt noch realistisch ist. So werden am Mittwoch die Inflationsdaten und die jüngsten Fed-Protokolle veröffentlicht. Interessant wird dabei laut Ökonomen sein, ob es im Protokoll eine Erläuterung gibt, ob alleine die Erfüllung der Forderungen zum Arbeitsmarkt für eine erste Leitzinsanhebung ausreicht.

Neben der Ungewissheit über die USA ist die wachsende Skepsis unter den Anlegern auch in der Angst vor einer wirtschaftlichen Abkühlung Chinas begründet. So musste der Dax nach der Abwertung des Yuan auf Wochensicht einen Verlust in Höhe von rund 4,4 Prozent hinnehmen. Die Frage, wie es um den einstigen Wachstumsmotor China bestellt sei, sorge weiter für Unsicherheit, sagt CMC Markets Analyst Andreas Paciorek. „Fällt dieser Motor aus, wird es für den Rest der Welt schwer, an früheres Wachstum anzuknüpfen.“

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  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

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  • Da ist mir bei midterm-Pattern noch zu viel klein-klein dabei.
    So überlässt man es wildem Stop-Picking; da kanns ja wohl nicht sein.

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