Börse Frankfurt: Dax schließt knapp unter 7900 Punkten

Börse Frankfurt
Dax schließt knapp unter 7900 Punkten

Die Rally am deutschen Aktienmarkt geht weiter. Verantwortlich für den jüngsten Aufschwung sind wieder einmal die Notenbanken. Experten sehen daher noch weiteres Potenzial nach oben - doch die Luft wird dünner.
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FrankfurtDie Aktienanleger in Europa haben ihre Einkaufstour auch am Donnerstag fortgesetzt. Der Dax ging am Ende, dank eines starken Schlussspurts, mit einem Gewinn von 0,78 Prozent auf 7871 Punkte aus dem Handel. Der Euro Stoxx 50 rückte um 0,6 Prozent auf 2677 Punkte vor. Der Euro übersprang nach einer erfolgreichen Auktion italienischer Anleihen die Marke von 1,31 Dollar und notierte damit so hoch wie seit sechs Wochen nicht mehr.

LBBW-Analyst Berndt Fernow geht davon aus, dass die Hausse an den Aktienmärkten erst einmal anhalten dürfte. "Die Kaufkraft der Institutionellen ist noch nicht erschöpft." Sie hätten bislang noch genügend Pulver trocken gehalten.

Entscheidend für die weitere Entwicklung an den Börsen dürfte sein, ob die Zentralbanken ihren aggressiven geldpolitischen Kurs tatsächlich beibehalten werden. Bei der Bank of Japan besteht daran kein Zweifel, nachdem die Währungshüter in der vergangenen Woche angekündigt hatten, den Geldhahn noch weiter aufdrehen zu wollen als ohnehin von den Märkten erwartet. Die Führungsspitze der US-Notenbank Fed ist sich über den weiteren geldpolitischen Kurs dagegen alles andere als einig. Allerdings waren bei der Sitzung der Fed die jüngsten Daten vom US-Arbeitsmarkt noch nicht bekannt, die wesentlich schlechter ausgefallen waren als gedacht.

Am Devisenmarkt stieg der Euro bis auf 1,3138 Dollar von 1,3068 am Vorabend in New York. Italien hatte am Vormittag mehr als sieben Milliarden Euro mit Anleihen zwischen drei- und 15-jähriger Laufzeit eingesammelt. Die Renditen gingen zum Teil deutlich zurück. Angesichts der Freude über die lockere Geldpolitik der Zentralbanken - vor allem der japanischen - rückten die Sorgen über die unsichere politische Zukunft Italiens derzeit in den Hintergrund, sagte Analyst Nicholas Spiro von Spiro Sovereign Strategy. Am Sekundärmarkt fielen die Renditen der zehnjährigen Anleihen Italiens zeitweise auf 4,276 Prozent nach 4,315 Prozent im Schlussgeschäft vom Mittwoch.

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  • "Verantwortlich für den jüngsten Aufschwung sind wieder einmal die Notenbanken"

    Klar, alles nur künstlich hoch gehalten.
    Wie lange wird das noch funktionieren?
    Volksverdummung ohne Ende...paßt zur Krise, denn die findet so auch kein Ende.
    Erst muss die europäische Gemeinschaftswährung namens EURO wieder abgeschafft werden. Solange das nicht geschieht, können DAX und EURO-Kurs nur kurzzeitig nach oben gepuscht werden. Es steckt keine Wirtschaftskraft dahinter, sondern nur Stützungsmilliarden, aufgebaut aus Schulden ohne Deckung. Dieser Kettenbrief europäischer Schuldenverschieberei wird am Ende auch die europäische Wirtschaftsgemeinschaft zerstören. Das Länder Europas erklären sich quasi selbst den Krieg durch ihre EURO-Verblendung. Am Ende schiebt einer dem anderen die Schuld für die immer schlimmeren Zustände in den Ländern in die Schuhe. Wie nach einem Krieg, wird am Ende auch hier wieder eine Währungsreform von nöten sein, damit die einzelnen Staaten ihre Wirtschaften eigenverantwortlich stabilisieren können. Warum also nicht sofort in den sauren Apfel beissen?

  • @Bitcoin: Kauft tatsächlich immer noch jemand diese Währung, für die man nichts kaufen kann? Ich bin überrascht.

    Hast du mal heute versucht zu verkaufen?

  • Short auf alle Südkoreaner und Amis.

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