Börse Frankfurt
Dax schließt leicht erholt

Kurz vor Handelsschluss ging dem Dax etwas die Kraft aus. Doch starke Konzernbilanzen heben die Stimmung. Nun warten die Anleger auf die Ergebnisse des Offenmarktausschusses der Federal Reserve.
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FrankfurtKurz vor Handelsende hatte der Dax einen Durchhänger. Zwischenzeitlich 1,7 Prozent im Plus notierte der Leitindex am späten Nachmittag nur noch 0,5 Prozent fester auf 11.116 Punkten. Am Ende schloss der Dax 1,1 Prozent fester auf 11.174 Punkten.

In den USA sank das Juli-Verbrauchervertrauen überraschend von 99,8 auf 90,9 Punkte, wie das Institut Conference Board am Dienstag zu seiner Umfrage mitteilte. Experten hatten im Vorfeld nur mit einem leichten Rückgang gerechnet. Der private Konsum ist die größte Stütze der weltgrößten Volkswirtschaft. Er macht mit 70 Prozent den größten Anteil aus.

Die US-Börsen starteten vor diesem Hintergrund zunächst verhalten positiv. Nach Frankfurter Börsenschluss kam der Dow Jones dann immerhin auf ein Plus von 0,7 Prozent bei 17.554 Punkten. Der Euro konnte gegenüber dem Dollar ein wenig Boden gutmachen. Zwischenzeitlich wurde die Gemeinschaftswährung mit 1,1099 Dollar bewertet. Zur Mittagszeit sank der Euro noch bis auf 1,1020 Dollar.

Das Verbrauchervertrauen könnte in die Entscheidung der Federal Reserve hinsichtlich ihres Zeitpunkts für die Leitzinserhöhung einfließen. Der heute beginnende zweitägige Offenmarktausschuss wird sich mit diesem Thema befassen. „Von der Verlautbarung nach der Tagung morgen werden sich neue Hinweise auf das Timing der US- Leitzinserhöhung erhofft“, hieß es in einem Kommentar der National-Bank in Essen. „Sollte sie tatsächlich für September geplant sein, dürfte sich das in der Erklärung widerspiegeln“.

Der Schock über den gestrigen Kursrutsch an den chinesischen Börsen spielten heute hingegen kaum noch ein Rolle – auch wenn der Shanghai Composite am Dienstag mit 1,6 Prozent wieder im Minus schloss. „Der Markt war in den vergangenen Tagen mit den Unsicherheiten bezüglich China beschäftigt“, sagte Gerhard Schwarz, Chef-Aktienstratege der Baader Bank. „Heute rückt das in den Hintergrund.“

Nach einer Kursverdoppelung im ersten Halbjahr sind die Börsen Shanghai und Shenzhen in den vergangenen vier Wochen um insgesamt 30 Prozent eingebrochen. Die chinesische Regierung kämpft mit aller Macht gegen diesen Ausverkauf. Sie drängt institutionelle Anleger zu Stützungskäufen, erschwert oder verbietet bestimmte Geschäfte und hat ein milliardenschweres Konjunkturprogramm aufgelegt. Außerdem pumpt die Notenbank verstärkt billiges Geld in die Finanzmärkte.

„In diesem Sommer sind die Hauptthemen der Börse die wachsende Unsicherheit in Schwellenländern und in China, sowie der einbrechende Rohstoffsektor“, stellte Stratege Christian Stocker von der UniCredit in München fest. Die Europabörsen steckten in der Konsolidierung, und das werde bis mindestens September oder Oktober anhalten.

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