Börse Frankfurt
Dax schließt leicht im Minus

Der Dax startete mit Gewinnen in den Tag, Anleger waren optimistisch. Doch die Meldung, dass Griechenlands Reformvorschläge abgelehnt wurden, lässt den Leitindex abstürzen. Am Ende kann sich der Dax aber wieder fangen.
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FrankfurtIn Brüssel wird wieder gepokert – und zwar um die Zukunft Griechenlands. Die griechische Tragödie steht vor ihrem „finalen Akt“, am Dienstag werden Griechenlands Rückzahlungen in Höhe von 1,6 Milliarden Euro fällig. Am Morgen signalisierten Marktteilnehmer noch Zuversicht und zeigten sich optimistisch, der Dax legte zu. Selbst, wenn keine Einigung erreicht werden sollte, so sei Griechenland „ohnehin nicht so wichtig“ für die Märkte.

Doch am Mittwoch sprach der Kurs eine andere Sprache. Kurz vor Mittag brach der Dax um mehr als einen Prozent ein. Der Grund: Gerüchten zufolge haben die Gläubiger Griechenlands Reformvorschläge abgelehnt. Der Dax notierte bis zu 1,1 Prozent tiefer bei 11.412 Punkten. Am Abend fing sich der Kurs jedoch wieder, der Dax schloss mit 11.471 Punkten nur um 0,6 Prozent leichter. Der MDax der mittelgroßen Werte sank zur Wochenmitte um 0,35 Prozent auf 20 234,17 Punkte. Für den Technologiewerte-Index TecDax ging es um 0,80 Prozent auf 1689,33 Punkte nach unten.

Der Athener Leitindex hingegen rutschte zwischenzeitlich um bis zu 4,4 Prozent ab. Im Gegenzug flüchteten einige Investoren in den „sicheren Hafen“ Bundesanleihen und trieben den Bund-Future 88 Ticks in die Höhe auf 151,08 Punkte.

Griechischen Regierungsinsidern zufolge hat Ministerpräsident Alexis Tsipras seinen politischen Verbündeten mitgeteilt, dass die Geldgeber die vorgeschlagenen Reformen nicht akzeptiert hätten. „Es dürfte jetzt schwierig werden, das noch positiv hinzubiegen“, sagte ein Händler.

Am Mittag verhandelte der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras mit den Chefs von EU-Kommission, EZB und IWF um eine mögliche Lösung im Schuldenstreit. Am Abend steht dann ein neues Treffen der Euro-Finanzminister an und am Donnerstag sowie Freitag folgt ein EU-Gipfel. Gelingt keine Einigung, verfallen die Milliardenhilfen aus dem in einer Woche endenden Hilfspaket für Griechenland – damit stünde eine Staatspleite kurz bevor.

Am Vormittag sorgten bereits Konjunkturdaten für trübe Stimmung. Der Ifo-Index für Juni fiel mit 107,4 Punkten schlechter aus als erwartet (108,1 Punkte) und dämpfte die Kauflaune.

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