Börse Frankfurt Dax schließt leicht im Minus

Die Hängepartie am deutschen Aktienmarkt geht weiter. Auf der Unternehmensseite wurde die Übernahmefantasie beim Lichtkonzern Osram weiter angestachelt. Erste Analysten raten zum Einstieg in Bankaktien.
Update: 06.10.2016 - 18:15 Uhr 1 Kommentar

Dax balanciert auf 10.000 Marke – Wer liefert den Lichtblick?

FrankfurtDie Anleger am deutschen Aktienmarkt sind am Donnerstag in der Deckung geblieben. Der Dax fiel bis zum Nachmittag um 0,2 Prozent auf 10.569 Punkte. Die Investoren positionierten sich einem vergleichsweise ruhigen Umfeld bereits für die Veröffentlichung des wichtigen US-Arbeitsmarktberichts an diesem Freitag, sagte Analyst Craig Erlam vom Broker Oanda. Der Arbeitsmarkt ist wichtig für die Geldpolitik der US-Notenbank Fed. Starke Daten könnten bei den Anlegern laut Marktbeobachtern durchaus die Sorge wecken, dass die Fed mit einer baldigen Leitzinserhöhung den Geldhahn etwas weiter zudrehen könnte.

Anlagestratege Christoph Geyer von der Commerzbank machte zudem eine gewisse Lethargie bei den Anlegern aus. So ist der Dax schon seit einigen Wochen unter dem Strich eher richtungslos.

Der Index der mittelgroßen Unternehmen MDax hielt sich am Donnerstag dank hoher Kursgewinne von Osram fast auf Vortagesniveau und schloss bei 21.559 Punkten, ebenso der TecDax, der mit 1.809 Punkten aus dem Handel ging. Ähnlich die Lage im Eurozonen-Leitindex Euro Stoxx 50 - er schloss 0,2 Prozent im Plus bei 3.031 Punkten.

Positive Signale aus der deutschen Industrie lieferten nur anfangs Rückenwind. Sie hat im August mehr Aufträge erhalten als erwartet.

US-Banken an der Spitze, Deutsche fällt zurück
Investmentbanken schwächeln weiter
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Investmentbanken kämpfen weltweit um ihre Existenz. Laut einer Analyse von Thomson Reuters sind die Einnahmen mit Börsengängen, M&A-Beratung, Anleiheemissionen und Kreditsyndizierungen erneut zurückgegangen.

Insgesamt nahmen die Banken in den ersten drei Quartalen 60,9 Milliarden US-Dollar ein, was einem Rückgang von 11 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht – ähnliche schwache Ergebnisse hatte es zuletzt 2012 gegeben.

Quelle: Thomson Reuters Deals Business Intelligence

Platz 10: RBC Capital Markets
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Die Royal Bank of Canada (RBC) schwächelt weiter im Investmentbanking. In den ersten neun Monaten 2016 sanken die Einnahmen um minus 18,7 Prozent auf 1,3 Milliarden US-Dollar.

Platz 9: Wells Fargo
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Auch dem Finanzdienstleistungsunternehmen Wells Fargo geht es nicht viel besser. Das Investmentbanking musste Einbußen von 12,5 Prozent hinnehmen. Die Einnahmen lagen somit bei 1,5 Milliarden US-Dollar.

Platz 8: Credit Suisse
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Das Schweizer Geldhaus Credit Suisse verzeichnet Einbußen von 17,2 Prozent im Investmentbanking und belegt damit im Ranking Platz 8. Die Einnahmen liegen in den ersten neun Monaten 2016 bei 2,01 Milliarden US-Dollar.

Platz 7: Deutsche Bank
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Für die Deutsche Bank geht es im Vergleich zum Vorjahr einen Platz herunter: Das Kriseninstitut verzeichnet Einbußen von 29,7 Prozent. Übrig bleiben Einnahmen von 2,03 Milliarden US-Dollar.

Platz 6: Barclays
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Das britische Geldhaus Barclays belegt mit Einnahmen von 2,3 Milliarden US-Dollar im Investmentbanking Platz 6 im Ranking – und rutscht damit einen Rang nach oben. Dennoch sind die Einnahmen im Vergleich zum Vorjahr 12,5 Prozent geringer.

Platz 5: Citibank
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Die Citibank belegt wie im Jahr zuvor den fünften Platz. Der Finanzdienstleister kann in den ersten drei Quartalen 2016 Einnahmen in Höhe von 2,8 Milliarden US-Dollar im Investmentbanking verbuchen – dennoch sind das 13,8 Prozent weniger.

Auf der Unternehmensseite wurde die Übernahmefantasie beim Lichtkonzern Osram weiter angestachelt. Bis Mitte des Monats wolle der chinesischen Halbleiterkonzern San'an Optoelectronics ein „qualifiziertes Angebot“ vorlegen, berichtete die „Wirtschaftswoche“ mit Berufung auf Verhandlungskreise. Die Rede sei von einem Preis von etwa 70 Euro pro Aktie. Die Osram-Aktien schnellten um zehn Prozent auf 59,95 Euro nach oben.

Bilfinger-Papiere verteuerten sich angesichts von Millionenaufträgen aus der Öl- und Gasindustrie in Norwegen um mehr als fünf Prozent und der Apple-Zulieferer Dialog Semiconductor überzeugte die Anleger mit der Umsatzentwicklung im abgelaufenen Quartal. Der Kurs stieg um gut sieben Prozent.

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1 Kommentar zu "Börse Frankfurt: Dax schließt leicht im Minus"

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  • ............Frau/Mann fragen sich nur.....in welcher Bank oder welchem Kapital-Institut die "sogenannten Analysten" ihren Paß zum Handeln mit Kapital erworben haben?

    Alle grundsoliden früher üblichen Handlungsweisen im Umgang mit Kapital gibt es nicht mehr. Heute stehen die Protagonisten am Roulette und drehen die Scheibe und warten ab, ob und wann ein Gewinn abfällt. Das denkende, und vor allen Dingen verantwortungsbewußte Hirn ist ausgeschaltet oder erst garnicht vorhanden.
    Ist es da ein Wunder, daß sich Otto und Erna zurück halten, um nicht noch die letzten Kröten zu verlieren. Dringt man in sie hinein, sagen sie mit Recht, daß sie den ganzen Kreislauf des Geldes nicht mehr verstehen......und somit eine Vermögensbildung auf breiter privater Basis nicht mehr stattfindet. Wie kann es nur weiter gehen?......Nun es entwickelt sich ein neues Gebräu, aus vielen kleinen und großen Ungereimtheiten, der letztendlich zu einem Crash führen wird, da er unabänderlich sein wird.......und danach von Unten beginnend wieder neu das Gleiche?....das kann sein, da große Veränderungen viel Zeit benötigen.....und sowieso keiner weiß......was danach sein wird.......Vertrauen, das Größte innerhalb des Ablaufs der komplizierten Vorgänge ist nicht mehr vorhanden....oder wenn, nur in geringen Margen.....und was sollen die Beiden machen?.......sie tun nix (nichts)....und man kann es ihnen nicht verdenken......

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