Börse Frankfurt

Dax schließt leicht im Plus

Nach einem wechselhaften Handelsverlauf hat sich der Dax am Dienstag mit knappen Gewinnen über die Ziellinie gerettet. US-Schuldenstreit und uneinheitlich bewertete Zahlen sorgten für leichte Orientierungslosigkeit.
Update: 26.07.2011 - 16:13 Uhr 42 Kommentare
Ein Händler im früheren Parketthandelssaal der Deutschen Börse. Quelle: dapd

Ein Händler im früheren Parketthandelssaal der Deutschen Börse.

(Foto: dapd)

FrankfurtDer Dax hat sich am Dienstag nach uneins bewerteten Zahlen der Deutschen Bank wankelmütig gezeigt. Nach einem freundlichen Start drehte der Leitindex gegen Mittag ins Minus um bis zum Nachmittag immer wieder leicht ins Positive zu driften. Nach schwachen US-Daten fiel er dann sogar kurzzeitig bis auf ein Tagestief von 7.303 Punkten. Am Ende schloss das deutsche Leitbarometer mit einem Plus 0,1 Prozent auf 7.350 Punkte leicht positiv und beendete somit auch den sechsten Handelstag in Folge im Plus. Für den MDax ging um 1,2 Prozent auf 10.785 Punkte abwärts, der TecDax verlor 0,2 Prozent auf 848 Punkte.

Anleger zwischen Start der Berichtssaison und US-Schuldenstreit

Die Aktien der Deutschen Bank legten als einer der Dax-Favoriten um 0,7 Prozent auf 38,50 Euro zu. Händler hatten die Quartalsbilanz, die zum Teil hinter den Analystenschätzungen zurück geblieben ist, in ersten Reaktionen „schwächer als erwartet“ genannt. Das liege aber vor allem an der Postbank, fügte ein Börsianer hinzu. Positiv sei allerdings, dass sich die Bank für 2011 auf Kurs sieht, die eigenen Ziele zu erreichen. Auch der Verbleib von Josef Ackermann kam bei einigen gut an. Ein gewisser Druck für die Finanzbranche könnte laut Händler von den Zahlen und Aussagen der UBS kommen. Die Schweizer Großbank musste einräumen, die ambitionierten 2009 aufgestellten Ergebnisziele nicht zu erreichen.

Allgemein lässt der ungelöste Schuldenstreit in den USA die Anleger am deutschen Aktienmarkt jedoch vorsichtig agieren. „Im Grunde glaubt niemand, dass sich die Politiker in den USA nicht doch noch in letzter Minute auf eine gemeinsame Linie verständigen“, sagte ein Händler. Doch bis es so weit sei, bleibe ein mulmiges Gefühl. Sollte es bis Dienstag kommender Woche keine Einigung darüber geben, dass die Regierung mehr Schulden machen darf als die gesetzlich festgeschriebenen 14,3 Billionen Dollar, kann sie ihre Rechnungen nicht länger bezahlen.

Ackermann-Nachfolge: Duo für Deutsche Bank

Auch Marktstratege Thilo Müller von MB Fund Advisory zielte auf die anhaltende Schulden-Diskussion in den USA ab. Er ist sich sicher: Gäbe es diese Unsicherheit nicht, würde der Markt speziell nach dem geglückten EU-Sondergipfel der vergangenen Woche höher notieren. „In den Abgrund möchte man gar nicht schauen“, kommentierte der Experte mit Blick auf eine mögliche Zahlungsunfähigkeit der größten Wirtschaftsmacht.

Anhaltende Debatte um Schuldenkrise dämpft Verbraucherstimmung

Die anhaltende Debatte über den Weg aus der Schuldenkrise in Europa hat die Stimmung der deutschen Verbraucher im Juli gedämpft. Sie sehen die Entwicklung der Wirtschaft und ihrer Einkommen weniger positiv als noch im Juni, wie aus dem veröffentlichten Konsumklima-Index des Nürnberger Marktforschungsinstituts GfK hervorgeht. Die Kauflaune der Verbraucher bleibe jedoch erhalten. Den Gesamtindikator des Konsumklima-Index für Juli gaben die Marktforscher mit 5,5 Punkten an, nachdem sie vor einem Monat noch einen Wert von 5,7 Zählern vorausgesagt hatten. Im August könnte der Index demnach auf 5,4 Punkte zurückgehen. Der ausgeprägte Konjunkturoptimismus der Bundesbürger habe im Sommer einen Dämpfer erfahren, erklärte die GfK dazu.

Grund für die etwas schlechtere Stimmung der Verbraucher sind laut GfK die ausgiebigen Diskussionen über eine Lösung für Griechenlands Schuldenprobleme und die Sorge, dass weitere Euro-Länder in eine ähnliche Situation geraten könnten. Die Deutschen befürchteten zusätzliche finanzielle Belastungen im Falle einer Staatspleite Griechenlands oder bei weiteren Hilfszahlungen seitens der EU. Dies führe - zusammen mit der Aussicht auf weiter steigende Energiepreise - dazu, dass die Einkommenserwartung sinke.

Kauflaune schwächt sich ab

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42 Kommentare zu "Börse Frankfurt: Dax schließt leicht im Plus"

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  • Auch dafür "viel Glück!"

  • lol ich geh auf die freßgass zu häagen dazs babes watchen...

  • Allen die heute Geld verdient haben ein grosses Glückwunsch. War ein ganz schönes gewurschtel heute.

    Bin mit meinen beiden Shorts immer moch drin. Aktuell minus 15 Punkte. Im Prinzip hat sich nichts zu gestern verändert, außer das ein Tag weniger zu Crash verbleibt.

    Allen einen ruhigen Abend noch, muss gleich zur Nachschicht ;-))

  • Dann hätte ich gerne für die nächste Stufe des Dax Wunschkonzerts einen Rücksturz auf die 7300 und dann nochmals mit Schwung nach oben :-) Aber dieses Mal bitte etwas höher.

  • Bin auch raus. 29pip. Is ok für diesen lahmen Markt.

  • würde es dir gönnen. ich bin an der seitenlinie und mach heute nix mehr. hab eben nur 45 pkt. im sack, was solls. warum soll ich mir hier noch für die letzte stunde stress machen und den arsch aufreißen.
    morgen, neues spiel, neues glück.

  • Komm kleiner Dax. Hop hop auf 7350. Ich brauch Geld :-)

  • scheiß arbeitsmarkt -> scheiß hausdaten. aber wieso steigt das vertauen??? bei manchem stirbt scheinbar die hoffnung zuletzt...

  • Ah Top. Die 7300 ist fast erreicht. :-) Zeit für long?

  • Das hatten wir 2007 schon mal. Während der Dow bis Sommer hoch ging, passierte im Dax nicht viel. Als der Dow in der zweiten Jahreshälfte runter ging, passierte im Dax ebenfalls nicht viel. Und Anfangs 2008 holte der Dax innerhalb weniger Tag all das mal eben auf. Sind nur Spielereien. Und Charttechnik ist sowieso nur in "guten Zeiten" ein geeignetes Mittel. Ich kenn viele, die den lieben langen Tag in den Charts rumkritzeln, aber seit Jahren überwiegend Verluste einfahren. Kein Wunder. Dank der Charttechnik werden Trader berechenbar.
    Zeichnet ruhig weiter eure Linien und Dreiecke, Keile und Sonstiges. Am Ende hat es ja wieder keiner kommen sehen.

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