Börse Frankfurt
Dax schließt mehr als 200 Punkte tiefer

Vor dem Zinsentscheid der Fed am Mittwoch nahmen die Dax-Anleger am heutigen Dienstag Gewinne mit. Banken bestimmten den Tag - auch die chinesische Notenbank. Der Dax schließt 1,9 Prozent im Minus.
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Frankfurt Am heutigen Dienstag waren die Dax-Anleger alles andere als kauflustig gestimmt: Gleich am Morgen trennten sie sich von den Bankenwerten und schickten die Commerzbank-Aktie wegen einer Kapitalerhöhung tief ins Minus. Mit der Erhöhung des Marktkapitals um zehn Prozent will die Bank bis zu 1,4 Milliarden Euro einnehmen und damit ihre dünne Kapitaldecke aufbessern. Die Aktie ging 5,7 Prozent leichter aus dem Handel und war damit größter Tagesverlierer.

Auch die Aktien der Deutschen Bank konnten sich von den Rückschlägen am Montag noch nicht erholen. Die Aktie notierte auch heute bis zu vier Prozent im Minus. Die Anleger sind unsicher darüber, ob ein möglicher Verkauf der Privatkundensparte der richtige Weg für das Unternehmen ist. Das Finanzinstitut hat zudem weiterhin mit Altlasten zu kämpfen. Der Vorstand muss sich vor Gericht für mutmaßlichen Prozessbetrug verantworten.

Die restlichen Werte folgten am Nachmittag in die Verlustzone, sodass allein Thyssen-Krupp und RWE leichte Gewinne verbuchen konnten. Der Dax verlor zum Tagesende 1,9 Prozent auf 11.812 Punkten. Der Tagestiefpunkt lag bei 11.743 Punkten. Gemessen am Eröffnungskurs (12.035 Punkte) ist das ein Verlust von rund 300 Zählern.

Im Vorfeld der Fed-Sitzung am Mittwoch wagen sich die Anleger nicht so richtig aus der Deckung. Von den Ergebnissen der Sitzung erhoffen sie sich Hinweise auf den Zeitpunkt der US-Leitzinswende. Doch nicht nur die US-Notenbanker stehen im Fokus der Anleger: „Als Begründung für das Hin und Her im Dax scheint das Gerücht herhalten zu können, dass China nicht über ein breitangelegtes Quantitative Easing (...)nachdenkt”, schrieb Jens Klatt, Analyst bei Forex Capital Market in einem Kommentar.

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