Börse Frankfurt
Dax schließt mehr als 400 Punkte tiefer

Der Dax konnte zwar einen Teil seiner Verluste wieder wettmachen. Dennoch drückte ihn die Griechenland-Krise mehr als 400 Punkte ins Minus. Statt bei Aktien griffen die Anleger heute lieber bei Bundesanleihen zu.
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DüsseldorfGriechenland erschüttert die Finanzmärkte. Die dramatische Verschärfung der Finanzkrise des Landes hat den Dax zeitweise knapp 500 Punkte beziehungsweise 4,6 Prozent abstürzen lassen. Mit zunehmender Dauer stabilisierte sich die Lage ein wenig. Am Ende musste der Leitindex bei 11.083 Punkten aber dennoch ein sattes Minus von 3,6 Prozent hinnehmen. Der Umsatz im Dax war mit über 105 Millionen Aktien für rund 4,5 Milliarden Euro sehr hoch.

Auch andere Börsen in Europa notierten tief im Minus. Der CAC 40 lag 3,7 Prozent im Minus. Der italienische FTSE MIB notierte 4,9 Prozent tiefer. In Großbritannien gab der Londoner Leitindex 1,8 Prozent nach. Der europäische Auswahlindex Euro Stoxx 50 rutschte vier Prozent ins Negative. In den USA verlor der Dow Jones 1,1 Prozent auf 17.747 Zählern.

Der Präsident des Handelsverbandes BGA sieht nach dem Scheitern der griechischen Schuldengespräche nach eigenen Worten allerdings keinen Anlass zu großen Sorgen. Die Kursabschläge an der Frankfurter Börse seien eher gering, sagte Anton Börner am Montag der Nachrichtenagentur Reuters. Er hätte Rückgängen bis zu 15 Prozent erwartet. „Ein Chaos sieht anders aus.“

Asoka Wöhrmann, Chief Investment Officer Deutsche Asset & Wealth Management, stimmt der Einschätzung von Anton Börner zu – und geht sogar noch weiter: „Grundsätzlich sehen wir die heutige Marktreaktion sogar positiv. Obwohl die Entwicklungen am Wochenende zu einem neuen Grad an Unsicherheit geführt haben, ist die Marktreaktion über alle Vermögensklassen geradezu moderat und keineswegs panikartig.“

Nach Ansicht von Analyst Berndt Fernow von der LBBW in Stuttgart bietet der Rückschlag sogar die Chance zum Einstieg. „Wenn sich die Aufregung gelegt hat und sich die Anleger auf die Fundamentaldaten der Unternehmen besinnen, werden auch die Kurse wieder zulegen“, schrieb Fernow in einem Kommentar der Bank.

In der Nacht auf Montag hatte die griechische Regierung Kapitalverkehrskontrollen beschlossen, nachdem die internationalen Gläubiger die Verlängerung eines Hilfspakets abgelehnt hatten. Grund: Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras hatte in der Nacht auf Samstag überraschend ein Referendum über die Vorschläge von Europäischer Union und Internationalem Währungsfonds angekündigt hatte. Der Ausgang des Referendums könnte darüber entscheiden, ob Griechenland Mitglied der Euro-Zone bleibt oder nicht.

Doch die Zeit läuft gegen Athen. Denn trotz der drohenden Staatspleite Griechenlands sehen die europäischen Partner keinen Spielraum für eine Verlängerung des aktuellen Hilfsprogramms. Sowohl Bundeskanzlerin Angela Merkel als auch EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker ließen am Montag keine Bereitschaft erkennen, der Bitte des griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras um einen erneuten Aufschub bis zum geplanten Referendum am Sonntag nachzukommen.

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  • 15% und noch deutlich mehr werden die Aktienmärkte sicherlich in Europa verlieren.
    Problematisch sind aber eher die Anleihen und Banken, soweit sie jene noch nicht an die EZB zu Lasten der Steuerzahler abgeben konnten.

    Mit Ausnahme der deutschen Staatsanleihen verlieren die anderen in unterschiedlicher Höhe - die mediterranen deutlicher noch.
    Das von der EZB unterdrückte Risiko scheint sich zurück zu melden. Das ist vor allem gut, weil gesund.

    Der Euro wird mit Sicherheit scheitern, wie die Welt weiß, nur nicht drüber redet.
    Selbst Merkel hat bemerkt, daß drei Fehlgänge beim Euro (erste Krise 2009, zweite 2012 bei Griechenland I und nun Griechenland II - und alle weiteren sind längst nicht in trockenen Tüchern: Irland, Spanien, Portugal, Italien, Zypern) lehren, daß es nicht gehen kann. Es wird zu teuer.

    Und die Transferunion als Alternative steht nicht zur Verfügung, denn die parlamentarische Zustimmung in den 19 Nationen wird nicht zu bekommen sein. Dazu ist der Karren schon viel zu tief im Morast versunken.

  • Dax schließt zwar 400 Punkte tiefer....auf der 11.000....wär hatte mit der 11.000 gerechnet vor zwei Jahren ???????aber schließt immer noch 300 Punkte über Tagestief....schön wer die Chancen VORbörslich nutzt

  • 400 !!!!! Punkte über TT....was für ein "Crash"...hahaha...wieder mal eine riesen Chance VORböslich billig zu kaufen....wenn die Maschinen durchdrehen

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