Börse Frankfurt
Dax schließt mehr als zwei Prozent im Plus

Wirtschaftsdaten aus China schieben die Aktienmärkte an. Die europäische Schuldenkrise und die schwache US-Konjunktur scheint zwischenzeitlich vergessen. Für Spannung sorgte heute vor allem die Aktie der Telekom.
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FrankfurtSchlechter als erwartet ausgefallene Konjunkturdaten aus den USA haben Dax und Euro am Freitagnachmittag nichts anhaben können. Gestützt von positiv aufgenommen Wirtschaftsdaten aus China und festeren US-Börsen schloss der deutsche Leitindex 2,2 Prozent höher bei 6.547 Punkte zu. Der Euro notierte bei 1,2235 Dollar nach 1,2196 Dollar am Vorabend in New York. Der Bund-Future sank um 17 Ticks auf 144,67 Punkte. Nach der italienischen Anleihe-Auktion hatte der Leitindex seine Gewinne immer weiter ausgebaut. Auf Wochensicht weist der Index bislang ein Plus von deutlich mehr als einem Prozent auf. Für den MDax ging es um 2,2 Prozent auf 10.621 Punkte aufwärts und der TecDax rückte um 1,6 Prozent auf 751 Punkte vor.

Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich indes so stark eingetrübt wie seit sieben Monaten nicht mehr. Der Index für das Verbrauchervertrauen sank im Juli nach vorläufigen Berechnungen auf 72,0 von 73,2 Punkten, teilten Thomson Reuters und die Universität Michigan zu ihrer Umfrage mit. Analysten hatten mit einem leichten Anstieg auf 73,4 Zähler gerechnet. Nur 19 Prozent der befragten Amerikaner erwarten für das nächste Jahr bessere persönliche Finanzen. Das ist der geringste Anteil in der Umfragegeschichte. Die größte Sorge der Verbraucher sei, dass die Löhne kaum stiegen und die Beschäftigung nur wenig anzöge, hieß es.

Trotz einer Herunterstufung von Moody's unmittelbar vor der Auktion konnte Rom wie angestrebt Anleihen über insgesamt 5,25 Milliarden Euro platzieren. Für drei Jahre laufenden Bonds muss der Finanzminister 4,65 (zuletzt Mitte Juni: 5,3) Prozent an Zinsen zahlen, das ist der niedrigste Satz seit Mai. Die Nachfrage war höher als bei der jüngsten Auktion. "Die Rendite ist ein Schnaps niedriger als man es hätte erwarten können, aber die große Erleichterung setzt jetzt trotzdem nicht ein", sagte ein Händler. "Die Unsicherheit bleibt hoch." Die Agentur Moody's sieht die Bonität des Landes bei Baa2, was nur noch zwei Stufen über Ramschniveau ist.

Die weltweit zweitgrößte Volkswirtschaft China ist nach Regierungszahlen im zweiten Quartal nur noch mit einer Jahresrate von 7,6 Prozent gewachsen - der niedrigste Wert seit drei Jahren. Da die Abschwächung aber laut Experten erwartet worden war und zudem die Hoffnung auf fiskalische Impulse seitens der Regierung schürte, wurden die Daten von zahlreichen Akteuren positiv bewertet. "Die Chancen stehen gut, dass wir im zweiten Quartal den Boden gesehen haben", sagte Volkswirt Sun Junwei von HSBC in Peking. Die Analysten der Commerzbank rechnen damit, "dass die Regierung den Abschwung abfedern will und hierzu auch in der Lage ist."

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  • Eine gute Börsenwoche ist vorbei. Das Dax-Thier hat dank heißer Luft zwei Prozent gewonnen, die Derivate-Millionäre sind im Vormarsch, das BVerfG hat Stopp der Hektik gesagt, die Chinesen wollen ein Konjunkturprogramm auflegen, die Amerikaner sind in Feierlaune und das Handelsblatt hat dank guter Artikel viele, viele Leser.
    Im Medienzeitalter wird es in Foren es immer Selbstdarsteller geben. Man erkennt Sie an der Argumentation oder an ungewöhnlichen Namen. Das ändert jedoch nichts daran, daß ihr, Sportsfreunde, mittlerweile gut strukturiert seid. Wer Lügnern glaubt ist selbst Schuld und dumm zugleich.

    Seid schön fiedlich. Ich wünsche Euch gute Zeiten.

    As so Long

    E.

  • Eine gute Börsenwoche ist vorbei: Das Dax-Thier hat dank heißer Luft zwei Prozent gewonnen, die Derivate-Millionäre sind im Vormarsch, das BVerfG hat Stopp der Hektik gesagt, die Chinesen wollen ein Konjunkturprogramm auflegen, die Amerikaner sind in Feierlaune, der Binnenkonsum wird gestärkt und das "Handelsblatt" hat dank zahlreicher guter Artikel mittlerweile eine besondere Druckauflage von 500.000
    Was wollt ihr mehr, Sprtsfreunde?! Im Medienzeitalter wird es in Foren es immer Selbstdarsteller und Profilneurotiker geben. Man erkennt sie an der perfiden Argumentation und an ungewöhnlichen Namen. Das ändert jedoch nichts daran, daß ihr euch strukturell zum Besten entwickelt habt. Wer Lügnern glaubt ist selber Schuld und dumm zugleich.

    Seid schön friedlich. Ich wünsche Euch gute Zeiten.

    As so long

    E.

  • Sie erinnern mich an die gut informierten Reisenden, die sich am Fahrkarten-Automaten zu schaffen machen und versuchen ein Ticket zu erstehen. Sie blockieren für eine gewisse ZEIT den Verkehr, um dann festzustellen, sie müssen nirgendwo hin.

    Vielleicht sollten Sie sich dieserhalb weniger mit fremden Federn schmücken wollen; denn alles läßt darauf schließen.

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