Börse Frankfurt
Dax schließt mit leichten Verlusten

Der niedrige Ölpreis machte den Börsianern am Mittwoch zu schaffen und drückte den Dax unter 12.800 Punkte. Der Index verlässt den Handelstag mit einem leichten Minus. Börsenexperten bleiben dennoch optimistisch.
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FrankfurtDer anhaltende Preisverfall beim Rohöl hat Aktienanleger am Mittwoch nervös gemacht. Sie gingen auf Nummer sicher und nahmen Gewinne mit. Der Dax schließt gut 0,3 Prozent tiefer auf 12.774 Punkten. „Grundsätzlich bleibt der kurzfristige Ausblick aber positiv“, so Marktanalyst Milan Cutkovic vom Brokerhaus AxiTrader. „Mit einer größeren Rally sollte man bis zum Ende der Handelswoche aber nicht rechnen.“

Den deutschen Nebenwerte-Indizes erging es ähnlich wie dem Dax: Der MDax der mittelgroßen Unternehmen notierte bei Handelsschluss 0,1 Prozent tiefer bei 25.351 Zähler und der Technologiewerte-Index TecDax verlor 0,6 Prozent auf 2275 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 sank um 0,2 Prozent auf 3554 Punkte.

Offenbar scheuten die Anleger auf dem hohen Bewertungsniveau die Gefahr eines Rückschlags, schrieb Analyst Christian Schmidt von der Landesbank Helaba. Auch der gestiegene Volatilitäts-Index VDax New untermauere eine zunehmende Risikoaversion.

Am Dienstag hatten die Anleger nach dem Erreichen einer neuen Dax-Bestmarke von 12.951 Punkten letztlich Kasse gemacht. Dazu hatte der deutliche Rutsch der Ölpreise die Stimmung belastet. Die Notierungen für den wichtigen Rohstoff stabilisierten sich am Mittwoch auf niedrigem Niveau.

Die Ölsorte Brent aus der Nordsee fiel zuletzt um 0,5 Prozent auf 46,82 Dollar je Barrel (159 Liter). „Wenn die Opec-Staaten gehofft haben, dass die Verlängerung der Förderbremse die Preise stabilisieren hilft, haben sie sich geirrt“, sagte Anlagestratege Michael Hewson vom Brokerhaus CMC Markets. Sollten die US-Förderer ihre Produktion weiter erhöhen und gleichzeitig die Nachfrage aus Asien anhaltend schwächeln, sei ein Abrutschen des Ölpreises auf bis zu 40 Dollar nicht ausgeschlossen. Vor diesem Hintergrund warfen Investoren Aktien von Ölkonzernen erneut aus ihren Depots. BP, Shell, Total und Repsol verloren bis zu 0,8 Prozent.

„Niemand weiß so recht, wo die Schwäche in den Ölpreisen herkommt“, sagt auch Analyst Jochen Stanzl vom Online-Broker CMC Markets. „Es hängt somit der Verdacht in der Luft, dass eine schwache Nachfrage an allem schuld sein könnte. Das hört man an den Börsen gar nicht gern, da eine schwache Ölnachfrage in der Regel auch Rückschlüsse auf eine möglicherweise schwächere zukünftige Wirtschaftsentwicklung zulässt.

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