Börse Frankfurt
Dax schließt mit leichten Verlusten

Trotz der Erleichterung über die Entspannung in Griechenland bewegte sich der Dax heute kaum. Börsianer warten auf den Entscheid der US-Notenbank nach Handelsschluss. Südzucker war heute größter Gewinner.
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DüsseldorfWer auf steigende Kurse in Folge der Erleichterung über den positiven Ausgang des Votums in Griechenland gehofft hatte, wurde heute enttäuscht. Der deutsche Leidindex kam zur Wochenmitte kaum vom Fleck. Zu Handelsschluss notierte der Dax 0,1 Prozent im Minus bei 7.278 Punkten. Auch bei den Werten in der zweiten Reihe war heute wenig los. Der MDax gewann 0,2 Prozent auf 10.667 Zähler, der TecDax notierte 0,1 Prozent schwächer bei 875 Punkten.

In Deutschland spürte man heute wenig Euphorie über die Nachrichten aus Griechenland. Marktanalyst Wolfgang Duwe von der Bremer Landesbank begründete die verhaltene Kursreaktion damit, dass der Markt mit den kräftigen Kursgewinnen vom Vortag schon sehr viel vorweg genommen habe. Zudem sei mit dem Rückhalt im Parlament noch nicht sonderlich viel erreicht. „Die entscheidendere Hürde wird dann die Abstimmung über das Sparpaket“, sagte der Experte.

Deutsche Post profitiert von Konkurrent FedEx

In Reaktion auf einen unerwartet deutlichen Gewinnanstieg beim US-Konkurrenten FedEx stiegen heute auch Aktien der Deutschen Post. Die Aktien des Logistikunternehmens führten lange den Dax an und notierten zu Handelsschluss noch 0,6 Prozent höher auf 12,70 Euro. „Die ziehen einfach im Schlepptau von FedEx mit an, das ist immer so“, sagte ein Händler. FedEx-Titel gewannen 2,5 Prozent, die des heimischen Konkurrenten UPS 1,6 Prozent.

RWE plant Mehrheit an Netzsparte Amprion zu verkaufen

Aktien von RWE legten nach einem Medienbericht über den geplanten Verkauf der Mehrheit an der Netzsparte Amprion zu und gingen 0,6 Prozent teurer auf 38,30 Euro aus dem Handel. Berichten zufolge will sich der Energiekonzern bis Ende Juni von einem 75 Prozent-Anteil trennen, und so fast eine Milliarde Euro einnehmen. Eine Sperrminorität von 25 Prozent will RWE demnach behalten. Laut einem Händler ist der Plan jedoch bereits bekannt gewesen.

Gemeinsam mit E.on hat RWE heute die erste Klage gegen die umstrittene Brennelementesteuer eingereicht. Mit der Klage wollen die Konzerne verhindern, dass sie die zusammen mit der Laufzeitverlängerung für Reaktoren beschlossene Brennelementesteuer trotz des Atomausstiegs zahlen müssen. E.on-Aktien gewannen ebenfalls 0,8 Prozent auf 19,48 Euro.

Kommentare zu " Börse Frankfurt: Dax schließt mit leichten Verlusten"

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  • spät, aber der ausverkauf kam.

  • alles fällt. euro, gold, silber. wann fällt endlich der dax??? ich bleib erstmal weiter short. pobacken zusammenkneifen...

  • dieser kleine "drücker" auch direkt wieder abgefangen...sehr nervig.bei 7300 ist der Deckel drauf,was will man dann machen?

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