Börse Frankfurt: Dax schließt mit miserabler Wochenbilanz

Börse FrankfurtDax schließt mit miserabler Wochenbilanz

Die Dax-Talfahrt ging auch am Freitag weiter: Das US-Schuldendrama und Griechenlands nächste Hürde verunsicherte Anleger europaweit. Insgesamt keine erfreuliche Woche - insbesondere für Aktionäre der Commerzbank.
  • 40

FrankfurtDer Dax konnte seine Verlustserie der vergangenen Tage auch am Freitag nicht brechen. Der Leitindex fiel im Nachmittagshandel bis auf 7.064 Punkte. Der starke Anstieg des US-Konsumentenvertrauens konnte jedoch Schlimmeres verhindern: Der Dax grenzte die Verluste ein und schloss 0,58 Prozent tiefer bei 7.163 Punkten. Auf Wochensicht hat der Dax damit fast drei Prozent verloren.

Ein Grund für die schlechte Stimmung an den Börsen war, dass EZB-Präsident Mario Draghi - anders als von manchen Börsianern erhofft - keinen Hinweis auf eine Zinssenkung im Dezember gegeben hatte.

Doch das alles überschattende Thema am Freitag war das Schuldendrama der USA. Seit der Wiederwahl von US-Präsident Obama richte sich die Aufmerksamkeit der Anleger auf die sogenannte US-Fiskalklippe, sagte Kim Soo-Young von KB Investment & Securities. Der Begriff bezeichnet automatische Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen zum Jahresende, wenn Republikaner und Demokraten ihren Haushaltsstreit nicht beilegen. Da der Kongress gespalten ist, droht eine Blockadehaltung. Sollte es zu keiner Lösung kommen, wird befürchtet, dass die USA zurück in eine Rezession stürzen.

Belastend wirkten unter anderem auch schwache Konjunkturdaten aus Europa. Die französische Industrieproduktion fiel im September überraschend deutlich, was Börsianer als Belastung hervorhoben. Nicht viel besser sah es in Italien aus, wenngleich der Produktionsrückgang hier minimal geringer ausfiel als befürchtet. Gute Daten aus der chinesischen Wirtschaft halfen dem Markt nicht.

Skepsis machte sich auch wegen der europäischen Schuldenkrise breit, denn auch nach der Annahme des umstrittenen Sparpakets geht das Hindernisrennen für die griechische Regierung weiter. Die nächste Hürde muss am Sonntag genommen werden, wenn der um das Paket ergänzte Haushalt zur Abstimmung steht. Weil die Mehrheit der Koalition nach Fraktionsausschlüssen und einem Austritt von Abweichlern weiter geschrumpft ist, gilt dies als besonders schwierig.

Seite 1:

Dax schließt mit miserabler Wochenbilanz

Seite 2:

Commerzbank-Aktie bricht weiter ein

Kommentare zu " Börse Frankfurt: Dax schließt mit miserabler Wochenbilanz"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 7:30 bis 21 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Lieber Beelzebub,

    "die Trolle": Sozialismus ist die gleichmäßige Verteilung des Elends und substanzlose Plaudertaschen brauchen wir hier nicht.

  • Natürlich auch, schade.
    Ansonsten ist Handeln das Ergebnis aus Zuhören und Nachdenken. Also nicht nur blindes Vertrauen :)

  • Hagardi, die EUR-opa- Reduckion funktioniert nicht. Mir schwant übles: Kann die Weihnachtsgans nicht vorher zerlegt werden?

Serviceangebote