Börse Frankfurt
Dax schließt mit Verlusten

Nach enttäuschenden Bilanzen und schlechten US-Konjunkturdaten kannte der Dax am Dienstag nur eine Richtung: nach unten. Im Tagesverlauf verlor er zeitweise 200 Punkte und schloss 1,6 Prozent im Minus.
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FrankfurtNach seiner Rekordjagd zum Wochenstart hat der Dax am Dienstag eine Verschnaufpause eingelegt und deutlich Gewinne abgegeben. Nachdem der Index am frühen Morgen noch ein neues Allzeithoch bei 10.810 Punkten erklommen hatte, knickte er am Nachmittag ein und verlor im Verlauf des Tages bis zu 200 Punkte. Bei Handelsschluss stand er 1,6 Prozent im Minus auf 10.628 Punkten.

Der Dax ächzte unter schwachen Firmenbilanzen. Den ersten Rücksetzer gab es, als Siemens am Morgen in München seine Jahreszahlen verkündete. Der Gewinn des Unternehmens ist im vergangenen Quartal binnen Jahresfrist vor allem wegen Sondereffekten um ein Viertel eingebrochen.

Das Ergebnis nach Steuern schrumpfte auf knapp 1,1 Milliarden Euro, wie der Konzern vor seiner Hauptversammlung mitteilte. Während die Umsätze um drei Prozent auf 17,4 Milliarden Euro kletterten, sank der Auftragseingang um 13 Prozent auf rund 18 Milliarden Euro.

Für den Gewinnschwund machte Siemens unter anderem eine veränderte Zinslage und Schwankungen bei Finanzinstrumenten verantwortlichen. Die Konzernaktie verlor knapp drei Prozent binnen der ersten Handelsstunde und befindet sich auch gegen Mittag unter den Dax-Verlierern.

Dort weilten auch die Papiere der Banken: Die Branche leidet unter dem Machtwechsel in Griechenland, der die Börsianer in Frankfurt ansonsten eher kalt ließ. Für die Titel der Commerzbank ging es um 2,57 Prozent abwärts, Deutsche-Bank-Papiere fielen am Indexende um 4,13 Prozent. Hier richteten sich die Blicke bereits auf das vorläufige Jahresergebnis für 2014, das am Donnerstag erwartet wird. Analysten fürchten im Schlussquartal abermals Verluste wegen teurer Rechtsstreitigkeiten.

Am Nachmittag gingen die Kursverluste angesichts schwacher US-Konjunkturdaten weiter: Der Auftragseingang für langlebige Güter war im Dezember überraschend um 3,4 Prozent abgestürzt. Die Anleger glauben, dass schwächere Konjunkturdaten die US-Notenbank Fed dazu verleiten könnten, die erwartete Zinserhöhung nach hinten zu verschieben.

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US-Unternehmen enttäuschen

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  • Da bin ich schon seit vier dabei.

  • Der Preungesheimer Peter sagt gut Nacht,
    es hat heut wieder Spass gemacht,
    im Ersten läuft die Anja Kohl,
    außen ganz fesch und innen auch toll,
    die Kaufempfehlungen von unserem Bauer,
    machen mich noch immer sauer,
    doch trotzdem möchte ich den Abend geniessen,
    lassen das Bier in Strömen fliessen.

  • Das war das zweite Werk nur unter anderen Namen.

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