Börse Frankfurt
Dax schließt mit Verlusten

Trotz guter Konjunkturdaten aus Deutschland konnten sich die Dax-Anleger am Mittwoch nicht zum Kauf von Aktien durchringen. Der Dax verharrte im Minus. Zuwächse verzeichneten allerdings Stahl- und Energiewerte.
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FrankfurtAm Dienstag hatten starke Wirtschaftsdaten den Leitindex erneut über die 12.000-Punkte-Marke getragen. Heute konnte die Konjunktur den Dax allerdings nicht stützen. Der am Morgen veröffentlichte Ifo-Geschäftsklima-Index für März zeigte zwar, dass sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft den fünften Monat in Folge aufgehellt hat. Das Barometer, welches auf einer Umfrage unter 7000 Managern beruht, stieg auf 107,9 Zähler, nach 106,8 Punkten im Vormonat und damit etwas stärker als erwartet.

Der Dax hat es aber dennoch nicht geschafft, in Richtung Gewinnzone zu klettern. Er eröffnete im Minus und ging 1,2 Prozent leichter bei 11.865 Punkten aus dem Handel. Der Grund für die magere Performance könnte der wieder anziehende Eurokurs sein. Am Nachmittag kostete die europäische Gemeinschaftswährung 1,099 Dollar und stieg damit um 0,6 Prozent gegenüber dem Vortageswert.

Während der sich wieder erholende Euro die Börsen hierzulande drückte, wurde deutlich, was der starke Dollar der vergangenen Wochen für die US-Wirtschaft bedeutet hat. Deren Aufträge für haltbare Güter - von Toastern bis zu Flugzeugen - fielen im Februar überraschend um 1,4 Prozent zum Vormonat,wie das Handelsministerium heute in Washington mitteilte. Ökonomen hatten dagegen ein Wachstum von 0,4 Prozent erwartet.

Darüber hinaus bestimmten weiterhin die Nachrichten vom Flugzeugunglück der Germanwings-Maschine den Tag, die am Dienstag über den französischen Alpen abgestürzt ist. Sowohl die Lufthansa als auch die Airbus-Aktie notieren mit 1,1 beziehungsweise rund zwei Prozent bereits im Minus.

Equinet-Analyst Jochen Rothenbacher stufte die Lufthansa-Aktie auf „Hold” von „Buy” zurück und senkte das Kursziel auf 14 von 19 Euro. Das Unglück könne dazu führen, dass sich das Passagierwachstum kurzfristig verlangsame, erläuterte er. Zudem dürfte das positive Image der Lufthansa als sichere Fluggesellschaft leiden.

Nach Ansicht von DZ-Bank-Experte Dirk Schlamp wird der Absturz einen „nachhaltigen Reputationsschaden hinterlassen”. Lufthansa habe bislang für technische Kompetenz und Zuverlässigkeit gestanden. Zudem könnte der Unfall das Eurowings-Konzept des Konzerns gefährden.

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