Börse Frankfurt Dax schließt nach Achterbahnfahrt im Plus

Beim Deutschen Aktienindex ist weiterhin kein klarer Trend auszumachen. Heute durchlief der Leitindex wieder eine Berg- und Talfahrt. Am Ende verhalfen positive US-Börsen dem Dax zu einem kleinen Plus.
Update: 13.11.2014 - 17:45 Uhr 13 Kommentare

Erneute US-Rekordjagd holt Dax aus Verlustzone

FrankfurtDer Dax bleibt auch weiterhin seiner Unbeständigkeit treu. Belastet von schwachen Konjunkturdaten, angetrieben von positiven US-Börsen und strammen Quartalszahlen, pendeln die Anleger zwischen hoffen und bangen. Der Leitindex konnte in diesem Spannungsfeld zunächst bis zu einem Prozent zulegen. Später kam dem Dax die Wachstumsdynamik abhanden. Zum Handelsende hin arbeitete er sich dann wieder schrittweise vor. Am Ende ging der Dax mit einem Plus von 0,4 Prozent auf 9248 Punkten aus dem Handel.

Schwache Arbeitsmarktdaten aus den USA hatten kurzzeitig für einen Stimmungsumschwung gesorgt. Statt 280.000 neuer wöchentlicher Anträge auf Arbeitslosenhilfe, stieg die Zahl der Arbeitssuchenden unerwartet um 290.000. In den USA konnten die Börsen trotz der schwachen Arbeitsmarktdaten zulegen. Der Dow Jones stieg um 0,2 Prozent auf 17.637 Punkte.

Das Hin und Her an den Börsen lässt immer mehr Anleger zweifeln, dass es noch eine Jahresendrally geben wird. Dagegen sprächen auch die Spannungen in der Ukraine, die wieder mehr in den Vordergrund rückten. Und auch an der Weltleitbörse in New York sehe es derzeit eher nach einer Korrektur aus, die nach der Rally der vergangenen Wochen auch überfällig wäre.

Diesem Pessimismus pflichteten heute wieder einmal ernüchternde Nachrichten von konjunktureller Seite bei. Laut dem Ifo-Institut dürfte die weltwirtschaftliche Entwicklung spürbar an Schwung verlieren. Das Barometer für das Weltwirtschaftsklima im vierten Quartal sank um zehn auf 95 Punkte und rutschte damit auf den tiefsten Stand seit Mitte 2013, wie die Münchner Forscher am Donnerstag mitteilten. Im Sommerquartal hatte es noch den höchsten Wert seit Anfang 2011 gegeben. „Der weltwirtschaftliche Aufschwung erhält einen Dämpfer“, sagte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn. Während die vom Ifo befragten Ökonomen die aktuelle Lage nur etwas ungünstiger beurteilten, schraubten sie ihre Konjunkturerwartungen deutlich nach unten.

Das Wirtschaftsklima trübte sich in allen Regionen ein. In Nordamerika liegt der Index den Angaben zufolge dennoch weit über seinem 15-Jahres-Durchschnitt, in Asien dagegen bleibt er nur knapp darüber. „Vor allem aus Japan und China kommen wieder leichte Bremssignale“, erklärte das Ifo. In Europa und den sogenannten GUS-Staaten habe sich das Klima erheblich verschlechtert. Eine Reihe von Nachfolgestaaten der Sowjetunion sowie Lateinamerika bilden demnach das Schlusslicht: „In beiden Regionen ist das Ifo-Wirtschaftsklima so unterkühlt wie zuletzt vor fünf Jahren.“ Das Institut befragte im Oktober rund 1100 Experten aus 120 Ländern zur Konjunkturentwicklung.

RWE leidet weiter unter Gewinnschwund
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13 Kommentare zu "Börse Frankfurt: Dax schließt nach Achterbahnfahrt im Plus"

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  • steigenden und fallenden heißt das-deutsche Sprache,schwere Sprache

  • Was man hätte alles kaufen können...
    jajaja...der Konjunktiv an der Börse...

    Gold zum Beispiel: 1998 bis 2001 unter 400 USD - 2010 bis
    1.000 sogar 1.900...

    es gibt tausende gute Beispiele, natürlich die ein oder andere Aktie ist auch dabei, aber dessen Vorhersage der Entwicklung kennt hier nur einer...

    Kernaussage? Gerne:
    Es aknn jden Tag steigen oder fallen und fallen oder steigen...usw.usw....
    Dafür gibt es dann immer danach tolle Erklärungen:
    Notenbanken,Unternehmenszahlen (wie die kommen auch egal,wie waren sie erwartet),
    Konjunkturzahlen,Politik,Euroraum,Asien,Ukraine,Öl...

    aber wenn eine große Adresse einfach mal Cash machen will dann treibt sie die lemminge mit ihren Algomaschinchen vor sich her....danach wieder tolle Begründungen warum....

    aber einer hält tapfer dagegen und kauft immer und hält es fest....NEIN...nicht Chuck Norris...eher so ein bäuerlicher Typ....

  • @Röggo Jalfrezi

    Ich fasse es nicht. Ein faktischer Beitrag - es geschehen noch Zeichen und Wunder. Sind Sie etwa Bennewirtz-geschädigt? Zu seinem Schaden war die verlorene Börsendekade sicher nicht.

    Was ist Ihre Kernaussage damit? Der Dax ist ein ungeeigneter Index und Buy & Hold funktioniert nicht?

    Man hätte in dieser Zeit ja zu üppigen Zinsen Bundesanleihen und Festgelder kaufen/abschliessen können.

  • Die Dekade 2000 bis 2010 war wirklich einmalig.

    Herr Gerd Bennewitz sagte dazu:" Die verlorene Dekade ist das Ergebnis einer einmaligen Aneinanderreihung von großen negativen Einzelereignissen an den internationalen Aktienmärkten!"
    Erst die IT-Blase 2000,dann die 9/11-Anschläge,ab Sommer 2007 die Subprime-Krise.
    Im Bärenmarkt 2000 - 2003 verlor der deutsche Aktienmarkt so stark wie nie zuvor seit Beginn der Aufzeichnungen.. (natürlich hat hier nur einer damals keinen Verlust gemacht)
    Schöner Absturz 2007 von 8106 auf 3588 Punkte (einer war natürlich wieder nicht dabei)
    Aktionäre, die Ende 1999 ein Dax-Indexzertifikat erworben hatten,mustten bis 2010 in 10 Jahren einen Wertverlust von knapp einem Prozent pro Jahr verkraften - vor der Kapitalentwertung durch die Inflation wohlgemerkt.

    Jaja,was für eine Dekade 2000 - 2010!

    Vom "Neuen Markt 1997 und dem Nemax50 ganz zu schweigen.
    Wer 1999 in den boomenden Nemax investierte machte in der tollen Dekade einen Wertverlust von 84 Prozent (war natürlich keiner dabei,also hier von den Experten,na klar)

    Der Nasdaq Composite lag 2010 45 Prozent unter seinem Schlußstand 1999 - was für eine einmalige Dekade.

    usw.usw......

  • okee.
    Das mit den über die Jahre gemittelten (ständigen) Einstiegszeitpunkten halte ich für ein richtiges Vorgehen.

    Was ich ggf. noch anmerken möchte: Die Börsendekade von ca. 2000 bis ca. 2010 halte ich für relativ einmalig. Hier sind kaum Ableitungen für die Zukunft ablesbar. Daher gehe ich von eher steigen als fallen den Kursen aus (wie die "normalen) Dekaden davor auch).
    Langfristig sowieso steigend.

  • @ Quacksalber Lusticus

    ich weiss aber das Du einen sehr lustigen Nicknamen hast

  • @Tom Bauer

    Grundsätzlich ist mir das Preisniveau bei vielen Werten (KGV > 20) aktuell zu hoch.

    Was aktuell noch/wieder günstig aussieht, sind einige Öltitel (ich gehe davon aus, dass der Ölpreis wieder anziehen wird) - die üblichen Verdächtigen, aber auch Werte wie eine Statoil oder Apache. Zykliker preisen aktuell eine (moderate) Rezession in Europa ein - BASF, BMW, Linde/Air Liquide etc. Diese Titel dürften kurzfristig von der lockeren Notenbankpolitik profitieren & sollte wider Erwarten die Konjunktur auf die Beine kommen, dann sowieso.

    @Rocco Siffredi
    Sie wissen doch gar nicht, ob & wie hier Risikomanagement betrieben wird. Zeitlich versetzte Käufe sind ja z.B. schon mal eine mögliche Art & Weise. Wenn Sie Interesse an einer Diskussion darüber haben, dann beteiligen Sie sich doch konstruktiv. Was ist ansonsten Ihre Motivation hier zu sein - rumtrollen, Frustabbau...?

  • In Magarine, ist auch viel gesünder

  • "Also:Dabeibleibenwieimmer!"

    Genau, wer braucht denn auch ein Riskmanagement,wird doch völlig überbewertet ...LOL

  • Halten!
    Öl muss ich abbauen...
    UNd selbst? Wo sehen Sie Chancen?

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