Dax schließt nach Auf und Ab im Plus

Börse Frankfurt
Dax schließt nach Auf und Ab im Plus

Die Sorge um die Stabilität Italiens und Spaniens hemmte auch am Dienstag die Anleger. Nach einem Zickzack-Kurs ging der Dax mit leichten Gewinnen aus dem Handel. Grund zur Freude hatten heute die Munich-Re-Anleger.
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Düsseldorf/FrankfurtNach den starken Verlusten am Montag hat sich der Dax am Dienstag etwas erholt präsentiert. Nach einem unruhigen Handelstag, mit Ausschlägen nach oben und unten, schloss das Börsenbarometer 0,35 Prozent fester bei 7664 Punkten. In der zweiten Reihe notierte der MDax am Abend 0,7 Prozent besser bei 12.649 Zählern, der TecDax legte 0,25 Prozent auf 875 Stellen zu.

Positive Impulse lieferten die US-Börsen, die von Übernahmeplänen und guten Konjunkturdaten profitierten. Sorgen um die Stabilität Spaniens und Italiens sorgten allerdings auch am Dienstag für Unsicherheit unter den Anlegern. Experten sehen die Unruhen in der Eurozone als anhaltenden Belastungsfaktor. In den vergangenen Monaten hätten sich die Märkte zwar auf eine Entspannung in der europäischen Schuldenkrise eingestellt, schrieben die Analysten von Barclays Capital in einem Kommentar. „Auf die zunehmenden politischen Probleme sind sie aber nicht vorbereitet.“

In Spanien muss sich Ministerpräsident Mariano Rajoy mit Korruptionsvorwürfen auseinandersetzen. In Italien wird die Affäre um das älteste Finanzinstitut der Welt, die Banco Monte dei Paschi di Siena (BMPS), zum Politikum. Anleger fürchten, dass der Skandal dem vom ehemaligen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi geführten Mitte-Rechts-Bündnis Auftrieb gibt. Ende des Monats soll in Italien gewählt werden.

„Ein Regierungswechsel in beiden Ländern würde die derzeitigen Sparanstrengungen auf die Kippe stellen“, warnte Commerzbank-Analystin Thu Lan Nguyen. „Eine Sanierung der Staatsfinanzen und ein nachhaltiger Haushalt sind das A und O in der Lösung der Schuldenprobleme.“

Die Analysten von Capital Spreads mahnten allerdings zur Besonnenheit. Die Meldungen über die politische Instabilität in Spanien und Italien hätten Investoren nur als Ausrede gedient, um Gewinne mitzunehmen. Ähnlich urteilte Richard Yetsenga, leitender Analyst bei ANZ Research: "Das sieht nach einer gesunden Korrektur aus, nichts weiter."

Kommentare zu "Dax schließt nach Auf und Ab im Plus"

Alle Kommentare
  • Kommentar zu: Dax verdaut seinen Absturz
    ... das war doch noch kein Absturz, die lächerlichen 200 Punkte sind nach diesem Wahnsinnsanstieg ein Tropfen auf den heißen Stein, bis Freitag 7000 durchaus möglich, viel Spaß den Bären.

  • Einach auf dem Teppich bleiben. Oder?

    Bis zum 01.01.1960 (bzw. 31.12.1959) hat die Bundesbank den DAX als Performance-Index zurückgerechnet. Mit der ihr eigenen Exaktheit.

    Start damals mit 418 Punkten. Seit dieser Zeit erlebte Deutschland einen ungeahnten, einen phänomenalen Wirtschaftsaufschwung.

    Geht man nun von diesem Stand aus, dann hat der DAX bis heute einschließlich aller Dividenden, Bezugsrechte etc. mit seinen 7.620 Punkten jedes Jahr eine Bruttorendite von mal gerade 5,63 % p.a. erbracht (418*1,0563 hoch 5 = 7.620).
    Wer das hat umsetzen wollen, der hatte ganz erhebliche Transaktionskosten für An- und Verkäufe sowie für die Verwahrung. Zudem dürfte in nicht unerheblichem Umfang Spekulationssteuer anfallen bzw. angefallen sein.

    Im Ergebnis bleibt allenfalls eine effektive Rendite von rund 4 % p.a.

    Vor diesem Hintergrund halte ich die derzeitigen Kursstände, nach dem im vergangenen Jahr rund 12 % Zuwachs standen, für gut ausgereizt.

    Was, werte "Bullen", spricht denn dafür, dass der DAX sich plötzlich und so gewaltig nach oben entwickeln könnte. wie es hier oft postuliert wird? Glauben Sie im Ernst, das ginge so weiter, trotz der selbstverständlich nicht gelösten Staatsschuldenkrisen und trotz des erheblichen Rekapitalisierungsbedarfs etlicher systemrelevanter Banken ibs. in Südeuropa? Das wird durch Verschiebung von Basel II nicht gelöst sondern nur weiter aufgeschoben und aufgeblasen.

    Ich meine diese Frage ernst: Was sollte die Kurse 2013 wesentlich nach oben treiben?

    (Bitte nicht das "Spezialwertgeplapper". Den "expoldierenden Newcomern" stehen entsprechende Abstürze gegenüber.)

  • UBS macht Milliardenverlust. Allerdings kam es nicht ganz so schlimm, wie Analysten erwartet hatten - wenn ich so etwas hier im HB lese zweifele ich am Geisteszustand unserer Generation, von den anonymen Analysten ganz zu schweigen, ist ja weithin bekannt das so gut wie keiner mehr Vorhersagequalitäten als ein Affe hat.

  • "Affen sind die besseren Anlger" betitelte die FAZ ihren Artikel, in dem dargelegt wurde, wie Affen mit zufälligen Markierungen zum Jahresanfang in den Börsenteilen von Zeitungen bessere Ergebnisse im betreffenden Jahr einfuhren, als die sogenanten besten Profis.

    So einfach ist das Geschäft und so operieren die Trader auch: Wie die Affen. Nur die Affen sind halt besser!

  • "Heute vermeldet der Maschinenbauverband VDMA vermeldet die Auftragseingänge für Dezember."

    Wie können solche Schreibfehler passieren? Welchen Anspruch haben Sie überhaupt? Jeden Tag Schreibfehler....

  • Hallo Realist,

    12% in 2012? 26% sind es gewesen, was der Frage nach der weiteren Entwicklung noch mehr Relevanz verleiht. Der Anlagenotstand und die niedrige Aktienquote großer Kapitalsammelstellen vor dem Hintergrund negativer Realzinsen sprechen für steigende Notierungen. Ich kaufe aber erst wieder nach einer deutlichen Korrektur, zumal ich primär einen anderen Handelsansatz verfolge.

  • Danke Delta!

    Klar, ich hatte das letzte Quartal gemeint!

    Im Übrigen sehe ich das ähnlich!

  • Billiges Geld ist vorhanden. Dies spricht für steigende Kurse. Inflation ist gut für die Börse. Ich bin aber auch raus und schließe mich Delta an.

  • Nach einem solchen Absturz ist heute selbstverständlich das PPT am Werk, leistet bereits gute Arbeit. Ein solcher Rebound ist schon sehr unrealistisch und verdächtig der Marktmanipulation.

  • "Ich meine diese Frage ernst: Was sollte die Kurse 2013 wesentlich nach oben treiben?"

    Hatte der selbe User sinngemäß die selbe Frage nicht auch schon 2012 gestellt? :-)

    Abgesehen davon frage ich mich, warum ich angesichts der wahnsinnig geringen DAX-Renditen in den letzten Jahrzehnten so wahnsinnig reich geworden bin. Vielleicht weil ich keinen DAX kaufe? Oder weil ich tendenziell eher billig kaufe und teuer verkaufe?

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