Börse Frankfurt
Dax schließt nach Aufholjagd im Plus

Mit einem Endspurt sichert sich der Dax ein kleines Plus. Auslöser der Anschlusskäufe waren Konjunkturdaten aus den USA. Die Zahlen ließen selbst die Skepsis hinsichtlich mieser Zahlen aus der Euro-Zone verfliegen.
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FrankfurtIn Frankfurt zeigte der Dax in den letzten zwei Handelsstunden eine beeindruckende Aufholjagd. Zunächst belastet von schwachen Daten aus China und der Euro-Zone, brachen starken Zahlen aus den USA den deutschen Leitindex wieder auf Touren. Am Ende ging der Dax mit einem leichten Plus von 0,1 Prozent auf 9484 Punkten aus dem Handel.

In der größten Volkswirtschaft der Welt hat die Industrie in wichtigen Regionen überraschend Fahrt aufgenommen. Der Konjunkturindex der Notenbank von Philadelphia stieg im November auf 40,8 von 20,7 Zählern, wie die Federal Reserve (Fed) am Donnerstag mitteilte. Von Reuters befragte Analysten hatten mit einem Rückgang auf 18,3 Punkte gerechnet. Der Philly-Fed-Index erfasst die Industrie in der Schlüsselregion im Nordosten und gilt als einer der wichtigsten Früh-Indikatoren für die US-Produktion.

Nach Veröffentlichung der Daten hob sich auch an den Börsen in New York die Stimmung. Der Dow Jones notierte nach Anfangsverlusten am Abend bei 17.690 Punkten kaum verändert. Der Nasdaq kam auf ein Plus von 0,5 Prozent. Der S&P-500 lag 0,2 Prozent im Plus.

Zuvor wurden die Aktienmärkten von miesen Konjunkturdaten aus China und der Euro-Zone belastet. Laut der britischen Großbank HSBC und des Markit-Instituts sank der von ihnen ermittelte Einkaufsmanagerindex überraschend von 50,4 auf 50,0 Punkte. Damit bewegt sich der Index in gefährlicher Nähe zur Wachstumsgrenze. Erst ab einem Wert von 50 Punkten signalisiert dieser Wachstum. „Das Umfeld für die weltweit zweitgrößte Volkswirtschaft bleibt herausfordernd bis schwierig“, sagte NordLB-Analyst Frederik Kunze.

In der Euro-Zone erreichte der kombinierte Einkaufsmanagerindex für Industrie und Dienstleister lediglich einen Wert von 51,4 Punkten. Das ist der schlechteste Wert seit Juli 2013. In Deutschland sank der Dienstleistungsindex von 54,4 auf 52,1 Punkte. Experten hatten mit 54,5 Punkten gerechnet.

Für Skepsis sorgten auch die US-Arbeitsmarktdaten. So lag die Zahl der wöchentlichen Erstanträge für Arbeitslosenhilfe in Amerika bei 291.000. Experten hatten im Vorfeld der Veröffentlichung mit 285.000 Anträgen gerechnet.

Anleger in Deutschland blickten heute auf Thyssen-Krupp. Der Essener Stahlkonzern hat erstmals seit Jahren wieder einen Nettogewinn erzielt und will auch eine Dividende zahlen. Die Anleger sollen für das Geschäftsjahr 2013/14 (per Ende September) elf Cent je Aktie erhalten. Damit hatten viele Analysen nicht gerechnet. Dementsprechend stark präsentierten sich die Aktien des Stahlherstellers. Am Ende lagen die Papiere 2,8 Prozent im Plus.

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