Börse Frankfurt
Dax schließt nach Berg-und Talfahrt im Minus

Das Auf und Ab an den deutschen Aktienmärkten geht weiter. In einem nervösen Marktumfeld reagieren die Börsen auf jede Nachricht mit größeren Kursbewegungen. Schwache US-Konjunkturdaten sorgten heute für Ernüchterung.
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FrankfurtDie Aufwärtsbewegung der letzten Tage ist gestoppt. Nach einem volatilen Tag ging der deutsche Leitindex mit Verlusten von 0,77 Prozent auf 6343 Punkte aus dem Handel. Aktien aus der zweiten Reihe präsentierte sich dagegen deutlich stabiler: Der MDax stieg um 0,1 Prozent auf 10 396 Punkte und der TecDax gewann 0,1 Prozent auf 748 Punkte.

Neue Sorgen um den Zustand der US-Wirtschaft haben am Nachmittag für einen erneuten Abverkauf an den europäischen Börsen gesorgt. Der viel beachtete Philly-Fed-Index fiel deutlich schlechter aus, als von vielen Experten prognostiziert. Mit minus 16,6 Punkten ist er unter den Erwartungen von Null ausgefallen. Die Auftragskomponente ist mit einem Rückgang auf minus 18,8 regelrecht eingebrochen. Die Daten unterstreichen die konjunkturellen Risiken in den USA.

Am Mittag konnte der Dax nach anfänglichen Verlusten noch deutlich zulegen. Der deutsche Leitindex profitierte dabei zudem unter der Erleichterung über die erfolgreiche Emission spanischer Staatsanleihen und guter Nachrichten vom US-Arbeitsmarkt. In der Überzeugung, dass ein solcher Schritt der US-Notenbank Fed unausweichlich sei, griffen sie bei europäischen Aktien zu. "QE3 kommt", prognostizierte Anlagestratege Daniel McCormack von der Macquarie Bank. "Es ist nur eine Frage der Zeit. Die Fed reißt sich ein Bein aus, um die Wirtschaft und die Märkte zu stützen."

Die US-Notenbank hatte am Vorabend lediglich angekündigt, die "Operation Twist" zu verlängern, bei der sie Anleihen mit kürzerer Laufzeit in länger laufende Papiere umschichtet. Dafür will sie 267 Milliarden Dollar in die Hand nehmen. Fed-Chef Ben Bernanke hatte sich aber eine Tür für zusätzliche Maßnahmen offen gelassen. "Wir würden sicherlich auch weitere Staatsanleihen-Käufe in Erwägung ziehen, wenn die Wirtschaft einer weiteren Stärkung bedarf."

Spanien verkaufte am Vormittag Anleihen im Volumen von 2,2 Milliarden Euro. Das Interesse war so hoch, dass das Land die dreifache Menge hätte absetzen können. Allerdings lagen die Zinsen teilweise so hoch wie seit 15 Jahren nicht mehr. "Unter den gegebenen Voraussetzungen war dies eine erfolgreiche Emission", sagte Analyst Sebastian von Koss von HSBC Trinkaus. "Spanien hat etwas mehr abgesetzt als geplant und auch die Überzeichnungsquote war recht hoch, obwohl die Renditen in den vergangenen Tagen deutlich nachgegeben haben." Vor diesem Hintergrund fielen die Renditen der bereits gehandelten, richtungsweisenden zehnjährigen Titel weiter auf 6,541 Prozent. Anfang der Woche hatten sie noch fast einen ganzen Prozentpunkt höher gelegen.

Am Morgen sorgten enttäuschende Konjunkturdaten für Ernüchterung. Der chinesische Einkaufsmanagerindex fiel im Juni auf ein Sieben-Monats-Tief. Das entsprechende Stimmungsbarometer für die Euro-Zone verharrte auf dem niedrigsten Niveau seit drei Jahren. Und in Deutschland sieht es nicht viel besser aus: Der Markit-Index rutschte auf den tiefsten Stand seit Juni 2009. "Alles deutet darauf hin, dass die Euro-Wirtschaft im zweiten Quartal geschrumpft ist", resümierte Commerzbank-Volkswirt Christoph Weil. "Sorgen bereitet, dass inzwischen auch Deutschland zunehmend in den Abwärtssog der Staatsschuldenkrise gerät."

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  • Zuerst treten wir mal GR raus.
    Danach ist dann GB oder FR dran.
    Am Ende wird ESP gezeigt, wie man Euro spielt.

  • Der Euro resigniert schon wieder bei: 1,2566

    -1,0%

    19:17:19

    Der nächste Selloff ist schon gestartet..

  • Ja die Rally ist relativ, Startpunkt kann alles sein zwischen 6300 und 5400. Wird schon nicht so schlimm kommen wenn GR austritt aus dem € und die Polen dafür reinkommen.

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