Börse Frankfurt
Dax schließt nach Endspurt im Plus

In Frankfurt pendeln die Kurse zwischen leichten Verlusten und leichten Gewinnen. Neben der niedrigen Inflation im Euro-Raum liegen schwache US-Konjunkturdaten im Fokus der Anleger. Der Handel endet aber versöhnlich.
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FrankfurtDer Dax konnte bis kurz vor Handelsschluss keine klare Linie ziehen. Im Spannungsfeld zwischen niedrigen Euro-Inflationsdaten und schwachen US-Wirtschaftszahlen pendelte der Leitindex zwischen leichten Plus- und Minuswerten. Am Ende überwogen dann die Aktienzukäufe. Der Dax ging mit einem Plus von 0,6 Prozent auf 9474 Punkten aus dem Handel.

Zuvor hatte ein schwacher Chicago-Konjunkturindex für leichte Verluste gesorgt. Anstatt des prognostizierten Wertes von 61,5 Punkten rutschte der Index auf 60,5 Zähler. Im Vormonat lag er noch bei 64,3 Punkten. Die US-Börsen gaben im Anschluss nach. Mittlerweile konnte aber auch sie den Minusbereich verlassen. Zuletzt notierte der Dow Jones 0,2 Prozent fester auf 17.104 Punkte.

Über den gesamten Handelstag hinaus lag heute wieder die EZB im Fokus der Anleger. Die schwachen Inflationsdaten aus dem Euro-Raum haben die Gerüchte über weitere expansive Maßnahmen der EZB befeuert. Laut dem Statistikamt Eurostat stiegen die Verbraucherpreise nur um 0,3 Prozent und damit so schwach wie seit knapp fünf Jahren nicht mehr. Grund dafür waren vor allem fallende Energiepreise. Im August hatte die Teuerungsrate noch bei 0,4 Prozent gelegen.

Zentralbank-Chef Mario Draghi hatte bereits in der Vorwoche erwähnt im Notfall weitere expansive Maßnahmen vorzunehmen, um die drohende Deflationsgefahr abzuwenden. Für die EZB werden die Zeiten härter, sagte Volkswirt Thomas Gitzel von der Liechtensteiner VP Bank. Angesichts schwacher Wirtschaftsaussichten und der niedrigen Inflation dürften die Währungshüter die Geldschleusen offen halten. Ein großvolumiges Anleihenkaufprogramm, wie es der Aktienmarkt begrüßen würde, bleibe eine ernstzunehmende Option.

„Die EZB hat bereits viel getan um die Wirtschaftsaktivitäten in Europa anzukurbeln“, sagte Teis Knuthsen von der Saxo Bank in Hellerup, Dänemark. „Diese Woche halten wir nach mehr Details zum ABS-und Pfandbrief-Kaufprogramm Ausschau. Wir warten immer noch auf die große Bazooka. Das wäre der Fall, wenn die EZB wirklich ihre Bilanz vergrößert.“

Die Europäische Zentralbank (EZB) spricht nur bei Werten von knapp unter zwei Prozent von stabilen Preisen. Um einen für die Wirtschaft schädlichen Preisverfall auf breiter Front zu verhindern, hat sie ihren Leitzins auf ein Rekordtief gesenkt. Außerdem pumpt sie Milliarden an billigem Geld in die Wirtschaft.

Der Euro musste nach Veröffentlichung der Inflationsdaten deutliche Verluste verkraften. Am Abend rutschte die Europäische Gemeinschaftswährung um satte 0,5 Prozent ins Minus auf 1,2619 Dollar.

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  • Ganz ruhig,ist schon alles klar,mußt dich in einem anonymen Forum doch nicht entschuldigen,wer liest denn das,oder nimmt das Ernst :)

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • Du weißt anscheinend einiges nicht.....

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