Börse Frankfurt
Dax schließt nach Endspurt im Plus

Die Probleme in Europa sorgten heute für nervöse Börsen. Lange Zeit hielten sich die Anleger bedeckt und bremsten den Dax. Doch am Ende nahm der Leitindex wieder Fahrt auf und kämpfte sich ins Plus zurück.
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FrankfurtAm Ende reichte es dann doch noch zum Plus: Nach einem wechselreichen Handelstag nahm der Dax kurz vor Handelsschluss noch einmal Fahrt auf und beendete den Mittwoch 0,5 Prozent im Plus auf 6.475 Punkte. Der zweiten Reihe der Indizes gelang der Sprung ins Positive nur teilweise. Während der MDax um 0,3 Prozent steigen konnte auf 10.447 Punkte, schloss der TecDax 0,6 Prozent tiefer auf 768 Zähler.

Dass der Dax zu Handelsschluss noch einmal ins Positive zurückkehrte, lag vor allem an der attraktiven Einstiegsmöglichkeit. Angesichts guter Quartalsbilanzen, die einige deutschen börsennotierten Unternehmen heute vorlegten, schienen den Investoren die Aktienkurse günstig für Anschlusskäufe.

Doch insgesamt zeigte sich der Dax heute volatil und das hatte zwei Gründe. Zum einen lag es an den guten Quartalszahlen deutscher Konzern, zum anderen an den Euro-Sorgenkindern Griechenland und Spanien.

Spanische Staatsanleihen gerieten wieder in eine Schieflage. Die Verzinsung der Anleihe überschritt die Marke von sechs Prozent. Außerdem will Insidern zufolge die spanische Regierung die Banken dazu bewegen, weitere 35 Milliarden Euro zur Absicherung von Risiken im Immobilienbereich zur Seite zu legen.

In Griechenland sorgten die schleppenden Koalitionsgespräche für Nervosität. Martin Schulz, Präsident des Europäischen Parlaments, hat die Parteien in Athen, aufgrund der zu keinem Ergebnis führenden Koalitionsgespräche, schon vor einem Stopp der Hilfszahlungen gewarnt. "Die griechischen Parteien sollten bedenken, dass eine stabile Regierung, die sich an die Absprachen hält, Grundvoraussetzung für weitere Unterstützung der Eurozonen-Länder ist", sagte Schulz der "Bild"-Zeitung vom Mittwoch. FDP-Generalsekretär Patrick Döring sagte dem Blatt: "Wenn sich in Griechenland keine Regierung der Vernunft bildet, stehen die Chancen sehr schlecht, dass die Troika im Juni weitere Hilfen gewähren kann." Die Griechen hätten es selbst in der Hand.

"Griechenland ist ein Zombie-Staat"

Bereits gestern hatten die gescheiterten Regierungsverhandlungen der Konservativen in Griechenland für sinkende Kurse an den Börsen gesorgt. "Die Sorgen rund um das Thema Griechenland sind nicht vergessen.", sagte ein Händler.

Das nun an den radikalen Linken Alexis Tsipras übergebene Mandat zur Regierungsbildung sorgte ebenfalls nicht für eine Beruhigung. Im Gegenteil. Tsipras erklärte, dass die Zusagen seines Landes zum milliardenschweren Rettungspaket null und nichtig seien. "Griechenland ist momentan ein Zombie-Staat", sagte Rick Fier, Handelsmanager bei Conifer Securities. Es werde sehr schwierig für das Land, seine Schulden abzuzahlen - egal ob es in der Euro-Zone bliebe oder nicht.

Die Probleme in der Euro-Zone rund im Griechenland, Spanien und den anderen üblichen Verdächtigen machten vor dem Euro logischerweise nicht halt. Die Gemeinschaftswährung fiel am Abend um 0,4 Prozent auf 1,2952 Dollar. Im Gegensatz dazu stieg der Bund-Future auf 142,77 Euro und die Rendite auf zehnjährige Bundesanleihen lag bei kümmerlichen 1,518 Prozent.

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  • Wer`s drauf hat spekuliert mit eigenem Geld. Der Rest ist angestellt, und muss sich halt mit max. 250.000 € (Brutto, inkl. Bonus) im Jahr begnügen !

  • "... ein Gruss an alle Pessimisten. Ihr werdet den Zug (mal wieder) verpassen..."

    Kein Investor redet oder handelt so. Allenfalls Amateure. Für solide Anleger gibt es nie das "totale Rein" oder das "totale Raus" (jedenfalls nicht bei Aktien ...). Deshalb wird es bei weiteren Rückgängen Geheul nur von Amateuren geben. Ebenso jubeln bei schnellen Kurssprüngen nur Anfänger. Die Profis, die Investoren, sind so oder so dabei. Allenfalls kleinere Parts sind geparkt.

    Deshalb entnehme ich gewissen Ausführungen, dass die Grüße wohl vom Laminat kommen, aber keinesfalls von "dem Parkett".

    Auch dort gibt es nämlich reichlich sehr vorsichtige Menschen. (z.B. http://www.handelsblatt.com/finanzen/boerse-maerkte/anlagestrategie/dab-depot-contest-der-dax-boden-ist-noch-nicht-erreicht/6609338.html)

    So trägt eben jeder zur Belustigung bei!
    Schönen Abend noch.

  • Ich möchte mich an dieser Stelle bei den absoluten Topkommentaren von vielen Teilnehmern bedanken; ich habe selten so gelacht... Schön zu wissen dass es noch genügend Amateure gibt, die bereitwillig den Onlinebrokern und Zertifikatemachern Ihr Geld hinterherwerfen um mit fundierten Prognosen (die Liste von Mary finde ich höchst interessant, speziell mit den Ergänzunge von Holzauge) den Markt zu bewegen... Oder, Moment mal, sind es nicht doch die Profis und Fondsmanager die (ja, mit fremden Geld, ist aber nun mal das grössere Gewicht) den Markt bewegen?

    Einen schönen Abend und mit viel Vorfreude auf die nächste Runde,

    Ihr Gast vom Parkett

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