Börse Frankfurt
Dax schließt nach Griechenland-Rettung im Plus

Der Verhandlungsmarathon zwischen Athen und seinen Partnern endet mit einer Einigung. Die Dax-Anleger reagieren erleichtert. Doch Ökonomen bleiben skeptisch. Athen stellt weiterhin ein Risiko für die Finanzmärkte dar.
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DüsseldorfEs ist vollbracht – vorerst zumindest. Griechenland hat sich mit seinen Verhandlungspartnern auf ein dritten Rettungspaket geeinigt. Damit dürfte ein Grexit zunächst einmal abgewendet worden sein. An den Kapitalmärkten reagierten die Anleger erleichtert. Der Dax setzte sich vom Start weg ins Plus ab. Am Ende notierte 1,5 Prozent fester auf 11.484 Punkten. Der Euro Stoxx 50 beendete den Handel 1,8 Prozent im Plus auf 3591 Zählern. Der Dow Jones lag nach Frankfurter Börsenschluss 1,1 Prozent höher bei 17.958 Punkten.

Alle Gipfelteilnehmer seien bereit für das Programm, das ernsthafte Reformen und finanzielle Hilfe umfasse, teilte Europaratspräsident Donald Tusk am Montagmorgen über den Kurznachrichtendienst Twitter mit. Allerdings dürften zwei Punkte die Griechen verstimmen: die künftige Rolle des Internationalen Währungsfonds und der von Deutschland geforderten Einrichtung eines Treuhandfonds, der griechisches Staatseigentum privatisieren soll.

„Wir haben eine harte Schlacht geschlagen“, sagte Alexis Tsipras nach den Verhandlungen. „Wir stehen vor schwierigen Entscheidungen.“ Binnen drei Jahren sollen weitere 82 bis 86 Milliarden Euro nach Athen fließen. Bundeskanzlerin Angela Merkel betonte, wie bisher sei die Unterstützung an umfangreiche Reformen geknüpft. Schon am Mittwoch muss das Parlament in Athen Sofortmaßnahmen wie eine Mehrwertsteuer- und eine Rentenreform beschließen. Außerdem müssen die Abgeordneten einiger Euro-Staaten – auch der Bundestag – dem Deal zustimmen.

Ökonomen halten den Schuldenstreit mit Griechenland trotz der Verständigung auf ein neues Hilfsprogramm trotzdem noch lange nicht für gelöst. „Es wäre verfrüht, die Einigung als einen Erfolg anzusehen“, sagte der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, am Montag in Berlin. „Es ist lediglich ein erster Schritt, die wirtschaftliche Abwärtsspirale Griechenlands aufzuhalten.“

„Das neue Programm wird die Probleme Griechenlands nicht lösen“, kritisierte der ZEW-Chef Clemens Fuest. „Politik und Bevölkerung werden die Reformen als Zwang von außen verstehen und sie verschleppen und ablehnen, egal, ob das Parlament jetzt zustimmt oder nicht. Schon bald wird sich zeigen, dass die Wirtschaft sich nicht erholt“

Auch beim ehemaligen Pimco-Co-Chef , Mohamed El-Erian, hält sich die Begeisterung über den Deal der Griechen mit ihren Partnern in Grenzen. Er sieht vor allem die politisch-historische Komponente der Einigung kritisch.

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Griechenland-Deal hilft Banken in der Euro-Zone

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  • Armseliger Namens-Klauer

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