Börse Frankfurt
Dax schließt nach US-Arbeitsmarktdaten im Plus

Der US-Arbeitsmarkt boomt weiter, das trieb den Dax auf über 10.300 Punkte. Experten schätzen dennoch die Chancen auf eine Anhebung des US-Leitzinses als eher gering ein.

FrankfurtPositive Arbeitsmarktdaten haben dem Dax am Freitag ein kräftiges Plus beschert. Bis zum Handelsschluss kletterte das Börsenbarometer um 1,4 Prozent auf 10.367 Punkte.

In der US-Wirtschaft sind im Juli weit mehr Jobs entstanden als erwartet. Es wurden insgesamt 255.000 Stellen außerhalb der Landwirtschaft geschaffen, wie das Arbeitsministerium am Freitag in Washington bekanntgab. Von Reuters befragte Volkswirte hatten mit lediglich 180.000 gerechnet.

Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed), die Vollbeschäftigung anstrebt, hatte jüngst bereits auf den starken Stellenzuwachs im Juni verwiesen. Experten schätzen dennoch die Chancen auf eine Anhebung des Leitzinses auf der nächsten Fed-Sitzung im September als eher gering ein.

Die meisten Fachleute erwarten, dass die Währungshüter einen Schritt nach oben frühestens Ende des Jahres wagen werden, wenn sich die Folgen des Brexit-Votums in Großbritannien besser abschätzen lassen und das Rennen um das Weiße Haus gelaufen ist. Der Leitzins liegt seit Dezember 2015 in einer Spanne zwischen 0,25 und 0,5 Prozent.

Bei den Einzelwerten legten Autowerte und andere zyklische Titel zu, während die Aktien von Allianz um zwischenzeitlich vier Prozent fielen und 1,37 Prozent im Minus auf 126,45 Euro schlossen. Der Nettogewinn hatte sich im zweiten Quartal halbiert. Die Analysten der DZ Bank machten dafür die schwache Entwicklung im Schaden-Unfall-Segment verantwortlich.

Im MDax waren Titel der Hugo Boss AG mit 7,4 Prozent Aufschlag Spitzenreiter. Der Bekleidungshersteller hatte zwar den Ausblick für das Gesamtjahr gesenkt, die Analysten von Berenberg hoben allerdings die Kostensenkungen positiv hervor.

Bei Bilfinger SE ging es um 2,6 Prozent nach oben. Das Unternehmen verkauft die Aktivitäten zur Fertigung und Installation von Offshore-Fundamenten. Die Anteile der Rheinmetall AG litten dagegen unter einer Abstufung auf Halten durch die Commerzbank.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%