Börse Frankfurt
Dax schließt nach wildem Ritt etwas fester

Mutig gestartet, will dem Dax die Erholung nicht gelingen. Nach mäßiger Inflationrate schwindet die Hoffnung der Anleger auf EZB-Geldspritzen, der Dax fällt fast ein Prozent. Doch kurz vor Schluss kommt die Wende.
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FrankfurtDer Dax hat sich nach einem wechselhaften Freitagshandel ins Plus gerettet. Der Leitindex schloss in Frankfurt 0,1 Prozent fester bei 9470 Punkten. Europas Anleger hatten Mut beweisen und teilweise moderate Gewinne gefahren. Und das, obwohl die Eskalation im Ukraine-Konflikt eine neue Qualität erreicht hat. Doch mäßige Inflationsdaten aus dem Euro-Raum bremsten die Hoffnungen der Anleger am Nachmittag. Auch eine verhaltene Wall Street sorgte zeitweise für einen Abschlag von beinahe einem Prozent. Doch kurz vor Schluss wollten die Anleger das Plus sehen und der Dax rettete sich knapp in den grünen Bereich.

Wie von Ökonomen erwartet ist die Teuerungsrate im August auf 0,3 Prozent gefallen. Anleger aber zeigten sich enttäuscht, sie hatten auf eine noch niedrigere Teuerungsrate gehofft um ihren Glauben an weitere Geldspritzen durch die europäische Zentralbank zu wahren. So erhöhte sich der Druck auf die Notenbanker zwar nicht direkt, dennoch bleibt er konstant. Denn die Zentralbank strebt einen Wert von 2,0 Prozent an, damit ihr Ziel Preisstabilität gewährleistet ist. EZB-Chef Mario Draghi hatte jüngst sein berühmtes „Whatever it takes“ erneuert und versichert, alles zu tun um eine Deflation in der Währungsunion zu verhindern.

Dies entfachte zum Wochenanfang Spekulationen, dass die EZB ihre geldpolitischen Zügel weiter lockern wird. Zuletzt spekulierten Anleger über großangelegte Wertpapierkäufe der Zentralbank. Dies würde weiter Geld auf die Märkte spülen und primär auf dem Aktienmarkt ein mögliche Rally befeuern. „Die Fantasie auf weitergehende EZB-Maßnahmen bleibt angesichts dieser Werte grundsätzlich erhalten“, kommentierte Ralf Umlauf von der Helaba.

„Allerdings sind die Erwartungen insbesondere an ein europäisches Quantitative Easing bereits in den letzten Tagen gestiegen und mit Blick auf die kommende EZB-Ratssitzung baut sich allmählich Enttäuschungspotenzial auf.“ Am Donnerstag kommt der EZB-Rat zu seiner monatlichen Sitzung zusammen.

Europaweit erholten sich die Märkte nur leicht - der Euro-Stoxx.50 kletterte 0,3 Prozent auf 3172 Zähler. In der zweiten Frankfurter Reihe hingegen gelang die Stabilisierung nur halbwegs. Die Nebenwerte des MDax fielen 0,1 Prozent auf 16.085 Punkte. Der TecDax notierte mit 1241 Stellen minimal fester. An der Wall Street pendelte der Dow-Jones-Index nah um seinen Vortagskurs. Zum Frankfurter Handelsschluss lag er 0,1 Prozent im Plus bei 17.095 Punkten.

Am gestrigen Donnerstag hatten Meldungen über russisches Kriegsgerät und Verbände, die ukrainische Städte unter Beschuss genommen haben sollen, die Märkte weltweit abrutschen lassen. Russland hat damit nach ukrainischer Darstellung erstmals mit eigenen Truppen in das Kampfgeschehen im Osten des Nachbarlandes eingegriffen.

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko sprach von einer russischen Invasion. Die Regierung in Moskau dementierte dies. Einem Nato-Offizier zufolge kämpfen mehr als 1000 russische Soldaten an der Seite der Separatisten.

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  • Sind Sie der X-Trader ?

  • Wahnsinn!

    Ein Panzer im Basdon hat eben das Rohr geschwenkt und das IfO hustet. Und schon flattern dem HB die Hosen, dass sich die Negativünerschrifetn überschlagen.

    Wer soll denn den Kremel ernst nehmen? Dann noch diese Kommentierungen hier, das hat was!

  • Hier wird seit gefühlt ein zwei Jahren vor dem nächsten crash gewarnt.
    Keiner hat aber den crash mal definiert was er denn so meint. 4000 Dax Punkte ist glaub derzeit der härtest mögliche Aufschlag.
    Jeder der an derlei Theorien glaubte ist in der Vergangenheit schlecht gefahren.
    So wird es auch bleiben. Ein Blick auf den 30 Jahres Dow oder auch companies zu werfen die seit mindestens 30 Jahren existieren machtd en Blick freier.
    Neinnein, Commerzbank ist jetzt kein Gegenbeispiel.... oder allenfalls dann wenn man auch eine BASF dagegenstellt und 10.000 DM aus 1990 mit dem heutigen Kurs saldiert.

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