Börse Frankfurt
Dax schließt nach wilder Fahrt im Plus

Zum Wochenbeginn zeigte sich der Dax beweglich: Nachdem er am Morgen lange Zeit im Minus stand, drehte er am frühen Abend ins Plus. Am Montag konnte der Abwärtstrend der vergangenen Woche schließlich gestoppt werden.
  • 9

FrankfurtBis am frühen Abend hatte die Angst vor einer Eskalation der Ukraine-Krise die Dax-Anleger fest im Griff. Der deutsche Leitindex, der in der vergangenen Woche bereits rund vier Prozent eingebüßt hatte, stand lange Zeit im Minus – kratze dann aber an der Vortagsmarke und schloss mit einem Plus von 0,3 Prozent bei 9339 Punkten. Die US-Futures hatten den Dax angeschoben. Und auch das Ausbleiben neuer Hiobsbotschaften und um sich greifender Optimismus an der Wall Street bescherten dem Index das kleine Comeback.

Mit Kursgewinnen reagierten die Börsen zudem auf die Bilanz der Citigroup, die im ersten Quartal überraschend viel verdiente, sowie US-Einzelhandelszahlen. Letztere fielen mit plus 1,1 Prozent besser als mit 0,8 Prozent erwartet aus. Das sei erfreulich und deute auf ein robustes Konsumwachstum im ersten Quartal hin, fasste Helaba-Analyst Ulrich Wortberg zusammen. „Erwartungen über den Zeitpunkt der Fed-Zinswende dürften mit diesen Zahlen wohl nicht weiter nach hinten verschoben werden.“

In der zweiten Reihe setzte sich zu Beginn der Woche der Abwärtstrend fort: Der TecDax verlor 2,5 Prozent und schloss bei 1177 Zähler. Zeitweise standen alle dort notierten Aktien im Minus, erst am Mittag erholte sich der Technologie-Index leicht. Der MDax rutschte um ein Prozent auf 15.875 Punkte ab.

Zwei Sorgen trieben die Anleger um: Zum einen befürchteten sie, dass sich die Gewinnaussichten der Unternehmen verschlechtern und damit die Gefahr einer Korrektur wächst. Zum anderen droht die Lage in der Ukraine erneut zu eskalieren. Pro-russische Separatisten hatten in den vergangenen Tagen in mehreren ostukrainischen Städten Verwaltungs- und Polizeigebäude besetzt und Straßensperren errichtet.

Die Regierung in Kiew gab ihnen bis Montag Zeit, ihre Waffen abzugeben und die besetzten Gebäude zu verlassen. Die Ukraine und der Westen befürchten, die Regierung in Moskau könnte nach der Halbinsel Krim auch andere Teile der ehemaligen Sowjetrepublik in die Russische Föderation eingliedern wollen. 

Seite 1:

Dax schließt nach wilder Fahrt im Plus

Seite 2:

Rheinmetall-Papiere rutschen nach Medienberichten ab

Kommentare zu " Börse Frankfurt : Dax schließt nach wilder Fahrt im Plus"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • "Draghi ist unberechenbar oder haben Sie den 27.Juli 2012 vergessen?"

    Die EZB unter Draghi hat manchmal schon ein Kommunikationsproblem. Teilweise ist das den turbulenten Zeiten geschuldet. Aber auch Draghi verhält sich rational und seine Linie ist erkennbar. Mit weiteren Lockerungen tut er sich aufgrund der politischen Gegenwehr und seiner mittelfristigen volkswirtschaftlichen Einschätzung ziemlich schwer. Er weiß genau, dass die Eurozone aus dem Gröbsten raus ist; ist sich im klaren darüber, dass er von manchen Regierungen - die ihm stets mit neuen Forderungen kommen - oft im Stich gelassen wurde. Aus seiner Sicht ist jetzt ist die Politik gefragt und nicht so sehr die Geldpolitik der EZB. (Womit er zweigellos recht hat). Weitere Lockerungen würden jetzt absehbar nur noch in die große Katastrophe führen.

    Ich halte das für relativ gut nachvollziehbar was Draghi macht.

  • Krise? Welche Krise? Dax, Dow & Co. alle im Plus. Es wird munter weiter investiert.

  • Entschuldigung,mein Fehler es war der 26.Juli 2012.Na ja,aber das ändert nichts an der Tatsache,dass mit dem Kerl nicht zu spaßen ist.
    Er ist und bleibt ein Vertreter der Falken innerhalb der EZB.
    "Draghis Botschaft an die Finanzmärkte war wohl kalkuliert: "Innerhalb ihres Mandats ist die Europäische Zentralbank bereit zu tun, was immer auch nötig ist, um den Euro zu retten. Und glauben Sie mir, es wird genug sein." Mit diesen Worten kündigte der Zentralbankchef auf einer Investorenkonferenz in London nicht weniger als unbegrenzte Hilfen an."Auszug AFP

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%