Börse Frankfurt
Dax schließt rund 130 Punkte tiefer

Die Dax-Anleger hatten am Donnerstag keine Lust, Aktien zu kaufen. Selbst die Rede Draghis vor dem Europaparlament brachte kaum Verbesserung. Für große Enttäuschung sorgte dagegen RWE.

FrankfurtDie Dax-Anleger haben sich am Donnerstag zurückgehalten. Der Index schloss am späten Nachmittag 1,2 Prozent tiefer bei 10.783 Punkten. Die 11.000-Punkte-Marke rückt somit wieder in die Ferne. Da nützte es auch wenig, dass der EZB-Chef Mario Draghi vor dem Europaparlament seine Absicht weiter bekräftigt hat, notfalls die Geldpolitik der Notenbank weiter auszuweiten.

Besonders schwere Einbußen verzeichneten die RWE-Aktien. Der Energiekonzern legte am Morgen seinen Quartalsbericht vor. Und der fiel erneut schlecht aus. Der betriebliche Gewinn fiel um neun Prozent auf 2,6 Milliarden Euro. Die sinkenden Strompreise in Deutschland belasten das Ergebnis. RWE verdient immer weniger mit seinen Großkraftwerken. Die Anleger schmissen die Aktien aus ihren Depots. Mit einem Minus von 9,6 Prozent ging die RWE-Aktie als größter Verlierer aus dem Handel.

Gewonnen haben dagegen die Aktien von Siemens. Mit einem Plus von 1,9 Prozent standen sie an der Spitze des Dax. Die Aussicht auf moderate Zuwächse im neuen Geschäftsjahr 2015/2016 hat die Anleger überzeugt.

Auch die Papiere von Merck haben mit einem Plus von 1,5 Prozent deutlich zugelegt. Das Pharmaunternehmen profitiert von steigender Nachfrage in der Forschung - und hebte nach dem Abschluss des dritten Quartals prompt seine Jahresziele an.

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