Börse Frankfurt: Dax schließt über 10.700 Punkten

Börse Frankfurt
Dax schließt über 10.700 Punkten

US-Anleger feiern die starken Apple-Zahlen. Die Wall Street legt zu – und das obwohl die Fed heute über ihren Leitzins bestimmt. Von der Feierstimmung kann auch der Dax profitieren. Er schließt deutlich im Plus.
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FrankfurtDer Dax lässt sich von seinem gestrigen Kursrückgang nicht beirren. Am Mittwoch setzte er seine Rekordjagd wieder fort. Wechselhaft begonnen, beendete er den Handelstag 0,8 Prozent im Plus auf 10.711 Punkten. Eine positive Wall Street hob am Nachmittag die Kauflaune und machte so den Endspurt möglich.

In den USA feierten die Anleger die starken Zahlen von Smartphone-Hersteller Apple. Der Kalifornische Konzern verdiente im vergangenen Quartal so viel wie kein Konzern zuvor in der US-Wirtschaftsgeschichte. Der Dow Jones notierte daher im Vorfeld der mit Spannung erwarteten Zinssitzung der Federal Reserve 0,4 Prozent im Plus auf 17.448 Punkten. Der Nasdaq legte angeführt von starken Apple-Aktien 0,9 Prozent zu. Der S&P-500 notierte 0,1 Prozent fester.

Insgesamt spiegeln die Kursbewegungen allerdings die Zerrissenheit der Anleger wider. Auf der einen Seite lässt die EZB-Geldschwemme die Anleger auf weiter steigende Kurse hoffen. Auf der anderen Seite neigen einige Aktionäre angesichts ernüchternder Fundamental- und Unternehmensdaten hin und wieder zu Gewinnmitnahmen.

Zu diesen wenig zuversichtlich stimmenden Fundamentaldaten gehören die beschlossenen Maßnahmen von Alexis Tsipras. Der neue griechische Ministerpräsident stoppte die von den internationalen Geldgebern geforderte Privatisierung des Hafens von Piräus und des Versorgers PPC. Letztere fielen daraufhin um bis zu 15 Prozent auf ein Zwei-Jahres-Tief von 4,40 Euro. Die Papiere des Hafenbetreibers rutschten zeitweise um zehn Prozent ab.

Tsipras will außerdem einen weiteren Schuldenerlass erreichen. Dies setzte den griechischen Banken, die viele Anleihen des Mittelmeer-Anrainers halten, erneut zu. Der Branchenindex rutschte um mehr als 15 Prozent ab und büßte damit seit Wochenbeginn rund ein Drittel seines Wertes ein.

Indes warnt die Bundesbank vor der Überhitzung einzelner Märkte als Folge des riesigen Anleihen-Kaufprogramms der Europäischen Zentralbank (EZB). In Zeiten hoher Liquidität und niedriger Zinsen bestehe ein Anreiz, auf die Jagd nach Renditen zu gehen, sagte der für Banken und Finanzaufsicht zuständige Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret der „Börsen-Zeitung“ (Mittwochausgabe.) „Damit steigt die Gefahr von Preisblasen an einigen Märkten.“

Nach europäischem Börsenschluss (20 Uhr MESZ) werden die Anleger ihre Blicke wieder auf eine Notenbank richten. Diesmal wird der Fokus allerdings nicht auf der EZB, sonders auf der US-Notenbank Federal Reserve liegen. Der Offenmarktausschuss der Fed veröffentlicht seine Entscheidungen über geldpolitische Maßnahmen und über die Leitzinsen. Die meisten Börsianer erwarteten zwar keine Kursänderung von den Währungshütern. Doch gab es vereinzelt Spekulationen, die Fed könnte die für den Sommer erwartete Zinswende nach hinten verschieben. „Vor diesem Hintergrund sind die Investoren vorsichtig“, sagte ein Händler.

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  • Die Dax-Warterei ist nicht,s für mich ich geh zum Dünker.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Warte schon mehr als eine Stunde und es startet kein Dax.

    Hein Bloed
    Flaschen und Korken
    Margin ein schlafender Dax

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