Börse Frankfurt

Dax schließt über 12.000 Punkten

Der Dax geht mit 12.005 Punkten aus dem Handel. Starke Wirtschaftsdaten aus Deutschland und den USA hatte ihn gestützt. Das dramatische Flugzeugunglück in Südfrankreich rückte die Aktien der Lufthansa in den Fokus.
Update: 24.03.2015 - 18:15 Uhr 31 Kommentare

Dax-Aktionäre feiern: Rekord-Dividende und Kursgewinne

FrankfurtDer Absturz der Germanwings-Maschine ließ den Börsenhandel am Dienstag in den Hintergrund rücken. Der deutsche Leitindex schloss nach starken Wirtschaftsdaten aus Deutschland und den USA bei 12.005 Punkten, das entspricht einem Plus von 0,95 Prozent.

Der Airbus A320 war auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf und stürzte in Südfrankreich ab. An Bord waren 150 Menschen. Aktuellen Meldungen zufolge hat wahrscheinlich kein Passagier den Absturz überlebt. Außerdem wird damit gerechnet, dass etwa 72 Opfer aus Deutschland kommen, wie es in Berichten heißt. Lufthansa-Chef Carsten Spohr drückte derweil sein tiefes Mitgefühl allen Angehörige und Freunden der Crews und Passagieren aus. „Wenn sich die Befürchtungen bestätigen sollten, ist dies ist ein schwarzer Tag für die Lufthansa.“ Neben der Lufthansa gaben auch andere Airline-Aktien im Verlaufe den Handel nach. Airbus, Ryanair und Air France schlossen den Handel im Plus.

Abseits des tragischen Flugzeugabsturzes blickten die Anleger heute auf starke deutsche Konjunkturdaten, die die schwachen chinesischen Zahlen vom Morgen überlagerten und zeitweise für einen Stimmungsumschwung sorgten. Die deutsche Wirtschaft hat im März einen Zahn zugelegt. Produktion und Aufträge stiegen so stark wie seit dem vorigen Sommer nicht mehr, wie das Markit-Institut am Dienstag zu seiner Umfrage unter rund 800 Industriebetrieben und Dienstleistern mitteilte. Der Einkaufsmanagerindex für die gesamte Privatwirtschaft kletterte um 1,5 auf 55,3 Punkte und erreichte den höchsten Stand seit acht Monaten. Sein europäisches Pendant markierte mit 54,1 Zählern sogar ein Vier-Jahres-Hoch.

Das Barometer signalisiert mit Werten von über 50 Zählern Wachstum. „Allem Anschein nach ist die deutsche Wirtschaft wieder auf der Überholspur“, sagte Markit-Ökonom Oliver Kolodseike. Dank der EZB-Geldschwemme stünden die Zeichen in Europa bis auf Weiteres auf Wachstum, betonte Chris Williamson, Chef-Volkswirt des Datenanbieters Markit, der die Einkaufsmanager-Indizes ermittelt.

Zahlenregen der Unternehmen aus der zweiten Reihe
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31 Kommentare zu "Börse Frankfurt : Dax schließt über 12.000 Punkten"

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  • Wenn der DOW sich erholt sind auch im
    Dax noch einmal 20 Punkte nach oben drin...
    Ich wundere mich nur noch das diese Gewinne
    weiterhin so möglich sind...solange die Musik spielt
    wird getanzt:)

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  • Ich denke das hier hedgefonds die ja mittlerweile teilweise über mehr Vermögen verfügen als Großstädte des gesamten Jahreshaushaltes...[...]

    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Richtig. Ich mag den amerikanischen Finanzjournalisten Max Keiser sehr, da er ein Freund klarer Worte ist, auch zu diesem Thema (und wenn ein Deutscher diese Worte wählen würde, dann wäre er mal wieder ein pöser, pöser... Sie wissen schon):
    "Die Wall-Street-Banken mit ihren Kreditausfallversicherungen, ihrem Hochfrequenz-Computerhandel und ihrem betrügerisch-fingierten Market Making injizieren das Äquivalent von finanziellem Zyklon B in die amerikanische und globale Wirtschaft."

  • Herr Helmut Metz@Danke für die Bemerkung zu "Der verschenkte Wohlstand"

    Das hab ich eben gelesen, eigentlich ein HB-Thema.
    Frankreich schränkt Verwendung von Bargeld drastisch ein!

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  • Schade, dass man den Beitrag "Der verschenkte Wohlstand" nicht kommentieren kann, da Premium-Bereich.
    Toll, jetzt bemüht man sich ernsthaft darum, doch noch ein paar Milchmädchen (-jungen natürlich auch, wo bleibt da die Gleichberechtigung?!) in die Aktien hineinzutreiben.
    Psychologen haben herausgefunden, dass sich Anleger doch tatsächlich WENIGER über tatsächliche Verluste ärgern als über (auch nur scheinbar) verpasste Gewinne.
    Also ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass man in der Tat ein paar Deppen finden kann.
    Tatsächlich darf man nämlich jetzt nicht das kaufen, was ohnehin schon (vielleicht zu) hoch bewertet ist, sondern man muss im Gegenteil das bzw. die Assets wählen, die massiv unterbewertet sind. Und mein Lieblings-Asset bekomme ich im Moment fast nachgeworfen. Einfach nur fantastisch!! Bitte trommelt noch viel mehr für die Aktien - etwas besseres kann mir nämlich gar nicht passieren! ;-)

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. 

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