Börse Frankfurt
Dax schließt über 7 000 Punkten

Die Ratingagentur Moody's prüft, ob sie die Kreditwürdigkeit Spaniens weiter herabsenken wird. Damit kehrte die Furcht vor der Schuldenkrise zurück. Doch von dem ersten Schock konnte sich der Dax erholen. Gute Daten von der US-Industrie beruhigten die Anlegernerven.
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HB FRANKFURT. Zeichen für eine Erholung der US-Industrie haben die Anleger am deutschen Aktienmarkt und an der Wall Street am Mittwoch etwas aufatmen lassen. Der Dax schloss minimal tiefer bei 7 016 Zählern; die US-Börsen lagen im frühen Geschäft leicht im Plus. Der deutsche Leitindex schüttelte dank der Kursgewinne der schwergewichteten Industrieaktien die Nervosität wegen der europäische Staatsschuldenkrise ab, die ihn im Verlauf bis zu 0,9 Prozent ins Minus gedrückt hatte. Anders war es beim von Finanzwerten geprägten EuroStoxx50 für die Euro-Zone, der 0,6 Prozent niedriger auf 2844 Stellen aus dem Tag ging.

Das Handelsvolumen im Dax stieg auf 93,7 (Dienstag: 75,9) Mio. Aktien. Der Umsatz kletterte auf 3,1 (2,3) Mrd. Euro.

Die US-Industrie hatte ihre Produktion im November gesteigert. Im Dezember nahm die Industrie im Bundesstaat New York Daten der dortigen Notenbank zufolge kräftig Fahrt auf.

„Insgesamt scheint die Erholung der US-Industrie, die im Spätsommer/Frühherbst eine Pause eingelegt hatte, wieder voranzukommen“, kommentierte Postbank-Volkswirt Heinrich Bayer.

Nervosität löste die Ratingagentur Moody's aus, die wegen der hohen Verschuldung eine Herabstufung der Bonitätsnote Spaniens prüft. Moody's rechnet zwar nicht damit, dass Spanien den Rettungsschirm von EU und IWF in Anspruch nehmen muss, schließt dies aber auch nicht aus. „Die Euro-Zone steht derzeit auf wackligen Beinen“, sagte ein Börsianer. Daher blickten viele Anleger gespannt auf den am Donnerstag beginnenden EU-Gipfel.

In Reaktion auf die Moody's-Aussagen fiel der Madrider Leitindex Ibex um 1,5 Prozent. Die Aktien der Banken BBVA und Banco Santander verbilligten sich um bis zu 2,6 Prozent. Im Sog der spanischen Banken gerieten auch die europäischen Konkurrenten unter Verkaufsdruck. Der Stoxx-Branchenindex verlor 1,6 Prozent. In Frankfurt verloren Commerzbank und Deutsche Bank ein beziehungsweise 1,7 Prozent. Die Aktien der Deutschen Bank wurden Händlern zufolge auch von einem kritischen HSBC-Analystenkommentar belastet.

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