Börse Frankfurt

Dax schließt über 7800 Punkten

Die Finanzmarktturbulenzen in China haben die Anleger in Frankfurt am Dienstag nicht mehr belastet. Stattdessen griffen sie wieder beherzt bei Aktien zu. Gefragt waren vor allem Papiere der Autobauer und -zulieferer.
Update: 25.06.2013 - 17:55 Uhr 29 Kommentare

Börse am Abend

FrankfurtNach dem Ausverkauf der vergangenen Tage ist an den internationalen Aktienmärkten am Dienstag etwas Ruhe eingekehrt. Vor allem die gebremste Talfahrt der asiatischen Börsen sorgte für Unterstützung. Die chinesische Notenbank war Sorgen vor einem Liquiditätsengpass in Chinas Bankensektor entgegengetreten, worauf die Abschläge deutlich eingedämmt werden konnten. Auch die Sorgen um ein baldiges Ende der ultralockeren US-Geldpolitik traten in den Hintergrund.

Der Dax, der an den vergangenen vier Handelstagen 6,5 Prozent an Wert eingebüßt hatte, rückte um 1,55 Prozent auf 7811 Zähler vor. Der MDax stieg um 1,7 Prozent auf 13.488 Zähler, der TecDax gewann 1,3 Prozent auf 909 Stellen und der Eurostoxx50 notierte 1,3 Prozent fester bei 2543 Punkten.

„Anleger nutzen die leichte Entspannung, um wieder in den Markt einzusteigen“, sagte ein Händler. Zuletzt hatten vor allem die steigenden Geldmarkt-Zinsen in China für Unruhe gesorgt. Weil sich die chinesischen Währungshüter weigern, den Markt weiterhin mit Geld zu fluten, versuchten sich die Banken bei anderen Geldhäusern einzudecken und trieben dadurch die Zinsen für kurzfristige Darlehen in die Höhe.

Am Dienstag sicherte die chinesische Zentralbank allerdings zu, die Marktzinsen wieder auf ein „vernünftiges Niveau“ zu bringen. „Die Anleger interpretierten diese Aussagen als Bereitschaft der Zentralbank, im Notfall doch wieder einzugreifen und es nicht zu einer Kreditklemme kommen zu lassen“, sagte ein Börsianer.

Die chinesische Wirtschaft ist stark von kreditfinanzierten Investitionen abhängig – Anleger fürchteten daher, dass die Spannungen im Bankensystem das Wachstum der Volksrepublik zusätzlich schwächen könnte.

Autoindustrie sorgt für Gewinne
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29 Kommentare zu "Börse Frankfurt: Dax schließt über 7800 Punkten"

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  • Short Daimler, Short BMW, Short Lanxess - bis die Schwarte kracht.

  • die 3 sollten mit eigenem Geld auf einen Kurs von 0 bei E.on und K+S wetten,das wird sicher sehr profitabel

  • Goldman Sachs: We Were Wrong, but Stocks Will Rally

    Global stock markets may be in the middle of a correction as this year's bull run slowly vanishes, but Peter Oppenheimer, Goldman Sachs' European equities strategist told CNBC that equities will continue to rally after a "processing" period comes to an end.

    "I think that equities are still the only asset class that offers a reasonable enough valuation and fundamentals to generate a decent return over the medium term," he told CNBC Tuesday.

    Oppenheimer told CNBC that the sell-off in equities alongside bonds had come as a surprise, with Goldman Sachs reiterating several buy recommendations this year for equities. Oppenheimer himself penned a report titled "The Long Good Buy; The Case for Equities" last year describing stocks as a once-in-a-lifetime opportunity.

  • Ich schätze mal auf eine pleite bei K+S.einfach grössenwahnsinnig geworden.IVG,E.on,Thyssen haben sich durch Grössenwahn auch runiniert

  • @House_of_Pain: Endlich einer mit Durchblick!!!

    Wollen wir zusammen Waffen kaufen gehen? Vielleicht gibt es Mengenrabatt...da ja demnächst alle Firmen pleite gehen, gebe ich mir besser jetzt schon die Kugel....

  • Falls jemand unter zuvielen Endorphinen oder zu hohem Serotoninspiegel leidet, dann ist dieses HB-Forum empfehlenswert.

    Eine Ansammlung von Crashpropheten (als ob die es besser wüssten), frustrierten Put-Liebhabern und Miesepetern. Ist das das Stimmungsbild des typischen Deutschen? Ich hoffe nicht.

    Danke an alle, die hier konstruktive und inhaltlich sinnvolle Beiträge liefern. Wegen Ihnen schau ich hier von Zeit zu Zeit noch rein.

  • Puuuuhhhhhh...immerhin konnte k+s mal laenger als 30 min.am stzeck steigen.zum glueck bin ich ganz schnell raus..aber wen wundert es.der abverkauf liess nicht lange auf sich warten.das ist ein laden...selbst wenn der dax 10% am tag machen wuerde wuerde die wohl eher fallen....da kauft man sich teures ex bloomberg personal ein zu besten beziehungen zu analysten und oekonomen...und was bringts? Gar nichts

  • Ja, genau das sage ich ja.
    Solange noch genug "Spielgeld" kursiert, funktionieren die charttechnischen Regeln noch. Denn die Charttechnik ist ja keine reine Mathematik, sondern spiegelt an Hand von empirisch(!!!) ermittelten Daten ja lediglich Markttendenzen und damit implizit natürlich auch die Emotionen der Käufer/Verkäufer wider.
    Und solange die Geldschwemme zum Nachteil aller Steuerzahler anhält, solange wird auch die Charttechnik
    "funktionieren".
    Wenden Sie die Charttechnik aber mal auf das Szenario der Weltwirtschaftskrise der 30er an.
    Da waren keine Vorhersagen möglich, weil es für diese Situation keine empirisch ermittelten Werte gab. Das wird auch beim nächsten Crash der Fall sein, denn so einen "Knall" hat es in der Finanz-Geschichte noch niemals gegeben.
    Hier wird keine "Spekulanten-Mentalität", sondern nur gesunder Menschenverstand funktionieren...

  • 'Die ökonomischen Gesetzmäßigkeiten lassen sich in ihren Auswirkungen nur verzögern, jedoch nicht aufheben.'

    Auch wenn das so stimmen würde - was ich so absolut formuliert bestreiten würde - , kann das Verlangsamen einer negativen Auswirkung eine Krise gar gänzlich abfangen.Plötzliche Anpassungsprozesse verlaufen oft heftiger, als langsame. Unter anderem liegt das darin, dass die Marktteilnehmer mehr Zeit haben, sich entsprechend vorzubereiten und riskante Positionen schonender zu liquidieren. Wenn beispielsweise alle zur selben Zeit verkaufen müssen, finden sich nicht so viele Käufer, als wenn dies über einen längeren Zeitraum gestreckt passieren würde.

  • 'Zu Beginn des Abwärtsweges ist man immernoch der Meinung, das wir ja genug korrigiert haben und alle warten nur drauf,wieder einzusteigen.'

    Den Verlauf kann man in manchen Fällen tatsächlich seriös abschätzen. Es hilft sich zu fragen, welche Ereignisse in nächster Zeit dazu führen sollten oder könnten, dass die Kurse weiter in den Keller gehen, bzw. dass die Kurse steigen?
    Außerdem ist es äußerst erhellend, wenn man hinterfragt, wieso manche Märkte so stark korrigiert haben.

    Gibt es einen vernünftigen Grund anzunehmen, dass sich Aktienwerte auf breiter Front in nächster Zeit halbieren oder ist es eher so, dass wir mit positiven Überraschungen rechnen müssen?

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