Börse Frankfurt
Dax schließt unter 10.000 Punkten

Das nervöse Auf und Ab an der Börse setzte sich am Mittwoch fort. US-Industriedaten kamen zwar zur Hilfe, konnten den Dax allerdings nicht ins Plus retten. Maßnahmen der chinesischen Zentralbank verpufften ebenfalls.
  • 4

FrankfurtDie große Talfahrt blieb zwar aus, doch die Schwankungen beim Dax blieben am Mittwoch stark. Nach einem satten Minus zum Handelsstart konnte sich der Dax etwas berappeln. Der Leitindex schloss schließlich 1,3 Prozent schwächer bei 9.997 Punkten.

Die Erleichterung der Anleger nach der Zinssenkung in China war damit nur von kurzer Dauer: An den europäischen Börsen ging es ebenfalls bergab, der chinesische Aktienmarkt schloss im Minus. „Offensichtlich genügen den Anlegern die Maßnahmen der chinesischen Zentralbank nicht,“ stellte CMC-Markets-Analyst Andreas Paciorek fest. Investoren fürchten eine deutliche wirtschaftliche Schwäche der Volksrepublik, die auch ein wichtiger Absatzmarkt für Europa ist. „Auf was der Markt wartet, ist eine 'große Bazooka' an staatlichen Ausgaben“, sagt der Leiter der Kapitalanlagen bei DBS Bank, Lim Say Boon. „Man kann den Konsum nicht durch die Senkung der Zinssätze ankurbeln, zumindest nicht in Asien.“

Der Dax fiel zeitweilig um bis zu 2,7 Prozent auf 9.853 Punkte. Dank weiterer Stützungsmaßnahmen der chinesischen Zentralbank und überraschend guter Daten aus den USA drehte der Leitindex am Nachmittag sogar kurz ins Plus. Die Wall Street eröffnete dank guter Industriedaten mit einem satten Plus.

Der Leitindex der Börse Shanghai hatte dagegen 1,3 Prozent verloren, nachdem er in einem stark schwankenden Handel zeitweise mehr als vier Prozent höher notiert hatte. China pumpte unterdessen erneut Milliarden von Yuan in den Geldkreislauf, in der Hoffnung, so die Konjunktur wieder anzukurbeln.

Die hohen Schwankungen machten unterdessen vielen Börsianern zu schaffen. „Schon wieder eine Tagesspanne von über 200 Punkten im Dax“, fasste es einer zusammen. Das werde wohl noch eine Weile so bleiben, denn die Nervosität sei hoch. Das hänge auch mit der Nachverarbeitung des Absturzes der Kurse am Montag zusammen.

Seite 1:

Dax schließt unter 10.000 Punkten

Seite 2:

Ist der Markt „kaputt“?

Kommentare zu " Börse Frankfurt: Dax schließt unter 10.000 Punkten"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • "Das Kappen dieses sogenannten Mindestreservesatzes von 18,5 auf 18,0 Prozent bezeichnete Analyst Liu Li-Gang...."

    Wenn eine Blase platzt, helfen auch Fiskalmaßnahmen nichts mehr; dann platzt die Blase einfach. Selbst das Manager-Magazin (in einer der letztten Printausgaben)spricht bei der jetzigen Situation von der "Mutter aller Blasen".

    China ist nur der Anfang.

  • Genauso wie es bei Firmen Absprachen gibt, gibt es auch bei Fond- Bankmanagern Absprachen. Da reicht ein halbes Dutzend um solche Kurssprünge zu manipulieren.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%