Börse Frankfurt: Dax schließt unter 10.000 Punkten

Börse Frankfurt
Dax schließt unter 10.000 Punkten

Kurz vor Handelsschluss ging dem Dax die Puste aus. Zwar sorgten Kursgewinne an den Börsen in China und den USA für ein deutliches Plus. Doch die Unsicherheiten rund um die Ölmärkte belasteten letztlich die Stimmung.

FrankfurtDer Dax hat es nicht geschafft. Kurz vor Handelsschluss rutschte unter er die 10.000-Punkte-Marke. Am Ende ging er mit einem Plus von 1,6 Prozent auf 9985 Punkten aus dem Handel. Für eine gute Ausgangslage sorgten die positiven Börsen in China. Später stützten zudem die Kursgewinne der Wall Street den Dax. Angesichts eines deutlich gesunkenen Preisniveaus wagten mutige Anleger offenbar wieder den Einstieg in den Aktienmarkt, schrieb Gregor Kuhn vom Brokerhaus IG Markets. An der Frankfurter Börse konnte der Dax mit dem heutigen Handelstag sein Minus seit Jahresbeginn auf sieben Prozent verkleinern. „Eine Erleichterungs-Rally kann jederzeit kommen“, sagte Marktanalyst Jochen Stanzl vom Broker CMC Markets.

Allerdings wurden die Anleger mit einer undurchsichtigen Lage konfrontiert. Vor allem der im Tagesverlauf hin- und herpendelnde Ölpreis sorgt für Skepsis an den Märkten. In den Tag mit großen Verlusten gestartet, zog der Ölpreis am Vormittag bis zu zwei Prozent ins Plus. Am späten Nachmittag ging es dann wieder um über zwei Prozent abwärts. Zuletzt kostete eine Barre der Sorte Brent bei 31,08 Dollar 1,4 Prozent weniger.

Und viele Analysten glauben, dass der Ölpreis noch weiter als ohnehin schon nachgeben wird. Zahlreiche Experten hatten in jüngster Zeit ihre Prognosen für den Rohstoff zum Teil drastisch gesenkt. So hält Standard Chartered sogar einen Rückgang des Preises auf zehn Dollar für möglich. Erst dann würden die Anleger begreifen, dass der Preisverfall zu weit gegangen sei. Knapp über zehn Dollar lag Brent zuletzt Ende der 1990er Jahre. Barclays senkte seine durchschnittliche Preisprognose für 2016 von 60 auf 37 Dollar . „Je schneller der Preis verfällt, desto rascher wird er voraussichtlich die Talsohle erreichen und sich erholen", erklärte Analyst Ric Spooner vom Brokerhaus CMC Markets in Sydney. Noch im Sommer 2014 hatte Brent 115 Dollar gekostet. Doch seither sind die Preise ins Straucheln geraten – vor allem wegen der hohen Förderung. Zum einen belastete der Schieferölboom in den USA, zum anderen verzichtete die Opec zuletzt im Dezember darauf, die Fördermenge zu begrenzen.

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