Börse Frankfurt
Dax schließt unter 10.000 Punkten

Nach den Kursgewinnen der vergangenen Woche haben am Dienstag einige Anleger am deutschen Aktienmarkt Kasse gemacht. Für Händler sind diese Gewinnmitnahmen überfällig. Auf einem Höhenflug ist die Zalando-Aktie.

FrankfurtNach den Kursgewinnen der vergangenen Woche haben die Anleger am Dienstag am europäischen Aktienmarkt Kasse gemacht. Der Dax schloss 0,8 Prozent im Minus auf 9981 Punkten. Der Euro Stoxx50 verlor 0,5 Prozent auf 2933 Zähler. „Der Dax hat sich nicht über der 10.000er Marke halten können, das haben viele als ein Verkaufssignal verstanden“, sagte ein Händler. In der vergangenen Woche hatten Dax und Euro Stoxx 50 je mehr als vier Prozent gewonnen.

Auf die Stimmung drückte auch der ZEW-Konjunkturindex. Das „Ja“ der Briten zum EU-Austritt hatte den Börsenprofis die Stimmung noch mehr verdorben als angenommen. Das Barometer für die Konjunkturerwartungen in den nächsten sechs Monaten in Deutschland fiel im Juli auf minus 6,8 Zähler und damit auf den niedrigsten Stand seit November 2012. Börsianer hatten mit einem Rückgang auf plus 9,0 Punkte gerechnet. „Das spiegelt recht gut die Stimmung am Markt wider“, sagte ein Händler.

Nach Ansicht der Investmentanalystin Antje Laschewski von der Landesbank Baden-Württemberg scheint der deutsche Aktienmarkt nach der jüngsten Kursrally reif für eine baldige Gegenbewegung zu sein, zumal neben zahlreichen anderen Risikofaktoren auch eine Lösung der Bankenkrise in Italien noch auf sich warten lasse.

Auch das Handelsblatt-Dax-Sentiment, eine wöchentliche Umfrage unter mehr als 2300 Anlegern, signalisiert, dass nach der Sommerrally der vergangenen Tage Anlegern schwere Zeiten bevorstehen. Denn die Rally sei nicht durch heimische Anleger getrieben, sondern durch Ausländer. Doch vor dem Hintergrund der in den USA bereits überschäumenden Euphorie sollten Anleger mit Käufen vorerst vorsichtig sein. „In den kommenden Tagen, vielleicht Wochen, sollten sich nochmals bessere, günstigere Kaufkurse erzielen lassen“, meint Sentimentexperte Stephan Heibel, der die wöchentlich Umfrage auswertet. Für ihn sind aber die Rückschläge gleichzeitig auch Kaufgelegenheiten.

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