Börse Frankfurt
Dax schließt unter 10.500 Punkte

Der Dax kann seinen starken Handelsbeginn nicht fortsetzen. Den Dienstag über geht ihm die Kraft aus. Die Jahresendrally wird damit immer unrealistischer. Der Dax müsste bis Ende Dezember über fünf Prozent zulegen.
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FrankfurtStark gestartet sackte der Dax zwischenzeitlich fast ein Prozent ab. Bis Handelsschluss konnte er wieder aufholen und schloss auf 10.488 Punkte (minus 0,1 Prozent). Ein überraschend steiler Anstieg des Euros dürfte den Aktionären die Kauflaune geraubt haben. Im Vergleich zu Dollar legte die europäische Gemeinschaftswährung fast 0,5 Prozent zu auf 1,0966 Dollar. Der MDax schloss 0,1 Prozent im Plus auf 20.402 Punkten, der TecDax verlor 0,4 Prozent und schloss auf 1.789 Punkten.

Bereits gestern verlor der Leitindex mehr als ein Prozent. Bedenken über die weiterhin stark fallenden Rohölpreise hatten dem Dax die Kraft geraubt. Die Jahresendrally dürften viele Anleger nun abgeschrieben haben. Auf Monatssicht hat der Dax über fünf Prozent verloren. Die Jahres-Performance hingegen liest sich etwas besser. Seit dem 1. Januar notiert der Leitindex 7,3 Prozent im Plus.

Die US-Börsen haben am Montag zugelegt. Für gute Stimmung sorgte die Nachricht, dass China seine Konjunktur im kommenden Jahr mit einem Mix aus Steuersenkungen, Mehrausgaben und lockerer Geldpolitik anschieben will.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,7 Prozent höher auf 17.251 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 gewann 0,8 Prozent auf 2.021 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq kletterte um 0,9 Prozent auf 4968 Stellen.

Zu den Favoriten der Anleger zählte erneut der Solarindustrie-Zulieferer SMA Solar, dessen Aktien um 2,7 Prozent auf ein Vier-Jahres-Hoch von 55,17 Euro stiegen. Mit einem Plus von mehr als 250 Prozent seit Jahresbeginn gehören die Papiere zu den Überfliegern am deutschen Aktienmarkt.

Im Dax gehörten die Autotitel zu den stärksten Titel. VW-Aktien führten den Dax mit einem Plus von 1,26 Prozent an. Daimler legte 1,15 Prozent zu, BMW-Papiere notierten noch knapp 0,9 Prozent fester.

Der Baustoffkonzern Heidelberg-Cement rechnet mit deutlich höheren Einsparungen durch die Übernahme des italienischen Konkurrenten Italcementi. Firmenchef Bernd Scheifele sagte dem „Mannheimer Morgen“ (Dienstagausgabe), statt wie im Juli angekündigt 175 Millionen sollten ab 2018 jährlich 400 Millionen Euro eingespart werden. Im November hatte das Unternehmen die Synergieziele schon auf 300 Millionen erhöht. Die Anleger honorierten die Sparleistung mit einem Plus von 1,73 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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