Börse Frankfurt
Dax schließt unter 12.000 Punkten

Die Dax-Anleger haben sich am Donnerstag für Kasse machen entschieden und schickten den Leitindex auf Talfahrt. Am Ende büßte er rund 1,9 Prozent ein. Sorgen um Griechenland drosselten die Kauflaune der Anleger.
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FrankfurtNach der Sitzung der Europäischen Zentralbank vom Vortag und zahlreichen Unternehmensberichten stand am heutigen Donnerstag vergleichsweise wenig auf der Börsen-Agenda. Der Dax eröffnete im Minus und begab sich rasch auf Talfahrt, die zum Börsenschluss in einem Tiefstand von 11.998 Punkten mündete. Am Ende verbuchte der Index ein Minus von 1,9 Prozent.

Aktienmarkt-Experte Gregor Kuhn vom Brokerhaus IG Markets warnte allerdings davor, die Rücksetzer überzubewerten. Sie seien angesichts der Kursrally der vergangenen Monate überfällig. Der deutsche Leitindex hatte im ersten Quartal 22 Prozent zugelegt und damit den stärksten Jahresauftakt seiner Geschichte verbucht.

Auch Forex-Capital-Markets-Analyst Jens Klatt warnt davor, zu viel in die kurzfristig sinkenden Kurse zu interpretieren. „Was wir aktuell zu sehen bekommen ist nur ein gesundes Luftholen”, schreibt er in seinem Kommentar. Die Marktteilnehmer lechzten nach den umfangreichen expansiven Maßnahmen der Europäischen Zentralbank nach immer mehr frischer Liquidität. „Wenn diese dann nicht kommt, kommt schnell Frust auf und Gewinnmitnahmen setzen ein.”

Und während sonstige Nachrichten eher rar sind, macht sich auf dem Parkett erneut die alte Angst vor einem Grexit breit. Die Spekulationen um den Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone wurden Börsianern zufolge von Äußerungen des Bundesfinanzministers Wolfgang Schäuble vom Vortag angefacht. Dieser rechnet nicht mit einer schnellen Lösung im Schuldenstreit zwischen Griechenland und seinen Gläubigern. Eine Einigung ist aber die Voraussetzung für neue Hilfskredite. Hinzu kam ein Bericht der „Financial Times”, wonach die Regierung in Athen beim Internationalen Währungsfonds (IWF) vergeblich um den Aufschub für die Rückzahlung einer Kreditrate gebeten hat.

Parallel dazu setzte die Rating-Agentur Standard & Poor's (S&P) die Bonitätsnote Griechenlands am Mittwoch auf „CCC+” von „B-” herunter. Die Wirtschaftslage verschlechtere sich wegen der schleppenden Verhandlungen mit den Geldgebern, begründeten die Experten ihre Entscheidung. Dadurch steige das Risiko eines Zahlungsausfalls. Vor diesem Hintergrund rutschte der Athener Leitindex um bis zu 1,6 Prozent und der griechische Bankenindex sogar um 5,7 Prozent ab.

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  • Jein...jetzt bin ich im Schattenmarkt...überall soviele Schnäppchen....

  • Schneider alter Borsen-Gurru immer noch in Freiheit?

  • Wie üblich die besten Kurse VOR Xetrastart...ist schon auffällig das dann immer die Calls am billigsten sind....Morgens kaufen und NACHmittags verkaufen...klappt immer ...so einfach ist das Spiel...die 12150er Calls schon fast wertlos....aber jetzt schon wieder verdreifacht...wo kann man sonst soviel Geld in wenigen Stunden verdienen....schön wenn das System läuft...aber auch heute wieder der 12300er Puts das meistgehandelte Derivat...diese Kleinanleger lernen es nie

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