Börse Frankfurt
Dax schließt unter 7.000 Punkten

Auf Wochensicht hat der Dax rund drei Prozent verloren. In den vergangen zwei Wochen mehr als 400 Punkte. Eine Korrektur, oder doch schon ein kleiner Crash? Die alten Sorgen waren am Freitag die neuen Sorgen.
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FrankfurtUnd wieder eine miserable Woche für den Dax. Dabei sah Anfang November alles noch bestens aus. Der Dax kletterte am 7. November bis auf 7.425 Zähler. Doch damit war der Höhepunkt offenbar überschritten. Seitdem ging es fast ununterbrochen abwärts. Heute fiel der Dax erstmals seit Anfang September wieder unter die Marke von 7.000 Punkten. Den Freitagshandel beendete der Dax mit einem Minus von 1,3 Prozent bei 6.950 Punkten. Auf Wochensicht hat der Leitindex damit rund drei Prozent verloren.

Investoren gingen auf Nummer sicher und verkauften verstärkt kurz vor Handelsschluss. “Niemand wolle übers Wochenende auf falschem Fuß erwischt werden“, sagte ein Händler.

„Die alten Sorgen sind wieder da“, sagte Marktanalyst Robert Halver von der Baader Bank. „Die Euro-Krise hat mit den ungelösten Problemen in Griechenland und Spanien eine Frischzellenkur erhalten, Amerika streitet sich wieder über die Schuldenproblematik, und zu allem Übel haben wir einen neuen Nahost-Konflikt.“

Die Schuldenkrise im Euroraum würgt den deutschen Wachstumsmotor langsam ab. Verunsicherte Unternehmer stellen Investitionen zurück, die Exportwirtschaft leidet unter der schwachen Nachfrage aus rezessionsgeplagten Euroländern.

In den USA sieht es nicht viel besser aus. Bisher gab es keine Signale auf eine Einigung im US-Haushaltsstreit. Präsident Barack Obama blieb beim Thema „Fiskalklippe“ hart, bei der Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen Anfang 2013 im Volumen von rund 600 Milliarden Dollar vorgesehen sind. Dadurch könnte die US-Wirtschaft in eine Rezession stürzen.

„Wir beurteilen das globale Wirtschaftsumfeld bereits seit einer Weile sehr zurückhaltend, und angesichts der jüngsten Ereignisse hat sich diese Vorsicht auch als durchaus gerechtfertigt erwiesen. Außerdem halten wir die Konjunkturaussichten auch weiterhin für schwierig und erwarten, dass die extrem hohe Verschuldung die wirtschaftliche Entwicklung noch lange Zeit massiv belasten wird“, sagte Mark Burgess, Chief Investment Officer bei Threadneedle.

Angeführt wurde die Abwärtsbewegung europaweit durch Finanzwerte. Der Bankenindex verlor 1,77 Prozent. Commerzbank-Aktien rutschten im Dax um 4,97 Prozent ab, Deutsche Bank-Papiere schlossen 3,6 Prozent tiefer. In Paris fielen die Aktien der Credit Agricole um 2,2 Prozent, in der Schweiz gaben UBS-Aktien um 2,45 Prozent nach.

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  • Wobei das Beispiel GM/VW hinkt, wenn man aus Sicht der Aktionäre und Gläubiger drauf schaut...

  • nAbend Realist: So ist es. Wirtschaft ist eben nur zur Hälfte Mathematik, der Rest ist Psychologie. In D: Alles gute kommt von oben, staatsgläubige Umverteilungsfetischisten. In den USA: Wie kann ich das Beste mit meinen Mitteln aus meiner Situation machen...

  • ... der 2009 totgesagte GM Konzern hat es vorgemacht! Von wegen VW die Nummer Eins! ;-)

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